Der Galopper der Woche: Miss Europa
Es war einer dieser Endkämpfe, die eindrucksvoll bewiesen, dass jedes Formel 1-Rennen im Vergleich zum Galopprennen "langweiliges im-Kreis-fahren" ist. Pfingstsonntag, Rennbahn Hoppegarten, Diana-Trial: In der Geraden kommt es zum Showdown zwischen Bolivia und Andreas Suborics sowie Miss Europa, gesteuert von Andrasch Starke. Attacke Miss Europa, Bolivia wehrt sich, Starke greift an, Suborics hält dagegen – so ging das rund 150 Meter. Am Ende hatte Miss Europa, im Besitz des Gestütes Höny-Hof und im Training bei Peter Schiergen, mit einer halben Länge die Nase vorn.
Beide sind hochtalentierte Stuten, die im Preis der Diana eine führende Rolle spielen sollten. Der Stutenjahrgang 2006 ist offenbar ein guter, denn auch die Drittplacierte Night Magic ist ein Rennpferd mit viel Potenzial.
Aus dem Gestüt Höny-Hof kam schon einmal eine Stute, die sportliche Schlagzeilen schrieb: Salve Regina gewann den Preis der Diana und war im selben Jahr Zweite im Deutschen Derby hinter Next Desert.
Miss Europa könnte in ihre Fußstapfen treten: Bereits beim Jahresdebüt konnte die Monsun-Tochter auf sich aufmerksam machen, als sie Anfang April ein Krefeld ein Maidenrennen völlig überlegen gewann, das traditionell sehr gute Pferde herausbringt.
Das dürfte auch in diesem Jahr nicht anders sein: Toughness Danon, als Zweiter fünf Längen hinter Miss Europa, ist zwar noch sieglos, wurde aber Zweiter im Hannoveraner Derby-Trial. Eliot, der vierte aus der Prüfung im Stadtwald, verlor dann knapp gegen Suestado, der wiederum am Pfingstmontag das Derby-Trial gegen obigen Toughness Danon entschied und in den Wettmärkten für das Derby demnächst ganz vorne sein sollte.