Sonntag, 2. August 2009
Was vom Wochenende fehlt….
Münchener Triumph in der Diana: Night Magic aus dem Stall Salzburg heißt die Siegerin im 151. Preis der Diana in Düsseldorf. Und es war eine richtige Gala-Vorstellung, die an Mi Emma vor zwei Jahren erinnerte. Aus der Startbox 13 beorderte Jockey Karoly Kerekes Night Magic nach vorne und galoppierte seine Gegnerinnen quasi aus den Schuhen. Bolivia und die französische Favoritin Celimene waren ebenfalls vorne sehen, doch der Gast aus Frankreich war schon frühzeitig geschlagen. Im Zielbogen sendete auch Bolivia Notsignale, während Night Magic das Tempo noch mal forcierte. Am Ende war es ein ungefährdeter Sieg für das Pferd von Trainer Wolfgang Figge vor den Außenseitern Soberania und Andrea. Der Siegtoto zahlte lukrative 70:10.

Wo laufen sie denn in Goodwood? An den alten Loriot-Klassiker erinnerte der Samstag, der letzte Meetingstag von Glorious Goodwood. Dichter Nebel und Regen sorgten für stark eingeschränkte Sichtverhältnisse, gelaufen wurden die Rennen dennoch. Die Oaks-Zweite Midday aus dem Stall von Henry Cecil siegte überzeugend in den Nassau Stakes (Gr.1), mein Tipp Genki (Trainer Roger Charlton/Jockey Steve Drowne) stürmte durch den Nebel zum Erfolg im Stewards Cup, dem großen Sprint-Handicap.

Treffer auf Treffer: Royal Ascot war wetttechnisch ein Flop, Goodwood hingegen glorreich. Meine Wettbilanz der fünf Tage: 15 Siegwetten - vier Sieger. Neben Genki (150:10) im Stewards Cup waren das Illustrious Blue (100:10), Blue Jack (100:10) und Suruor (55:10). In Düsseldorf habe ich nur den Preis der Diana bewettet: Siegwetten auf Bolivia und Night Magic, die letztere gewann.

Arbeitssieg in der Oberpfalz: Es war ein hartes Stück Arbeit, dass Borussia Dortmund bei der SpVg Weiden in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals verrichten musste. Am Ende siegte der BVB mit 3:1, erst das Tor von Zidan in der Nachspielzeit beruhigte die Nerven. Der Neu-Regionalligist entpuppte sich als zäher Gegner, der den Dortmundern einiges abverlangte. Wenigstens traf der neue Torjäger Lucas Barrios, der Nachfolger von Alex Frei.

Die Wende ist da: Der 17:10-Favorit Zar As mit Roland Hülskath hat das 114. Deutsche Traber-Derby in Berlin-Mariendorf gewonnen. Die Traber-Fraktion sieht die „Trendwende geschafft“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Ein Grund: Renndaten und TV-Bilder erhalten nur noch Buchmacher, die ihre Wetten gegen Provision in die Kassen der Rennvereine vermitteln. Der deutsche Trab sei „inzwischen professionell aufgestellt und unterscheide sich damit „um Lichtjahre“ vom Galopprennsport, meint ein alter Bekannter: Klaus Zellmann, Chef von pferdewetten.de und einst Geschäftsführer der Galopprennbahn Baden-Baden.



Montag, 20. Juli 2009
Was vom Wochenende fehlt……
Ein strahlender Belgier: Über 2400 Meter ging es in Düsseldorf im Deutschlandpreis, einem Rennen der Gruppe 1. Dreijährige waren erwartungsgemäß so kurz nach dem Hamburger Derby nicht am Start, am Ende sorgten Getaway und ein junger belgischer Jockey für die Schlagzeilen. Stephen Hellyn steuerte Getaway zum Sieg steuerte. Getaway stand im letzten Jahr noch bei Andrè Fabre in Frankreich und war dort mehrfach in Gruppe 2-Prüfungen erfolgreich. Anfang des Jahres wechselte der Hengst, dessen Besitzer Georg Baron von Ullmann ist, in das Quartier von Jens Hirschberger.
Irgendwie fand Hellyn am Sonntag auf dem Grafenberg die Lücke und feierte als Vertreter von Adrie de Vries, der in Newbury einige Araber-Pferde ritt, seinen ersten großen Erfolg. Nach einem packenden Finish setzt sich Flamingo Fantasy noch gegen den starken Gast Apple Au Maitre aus Norwegen durch, wurde Zweiter und versaute mir den Einlauf. Wenigstens war meine Voraussage richtig, dass Flamingo Fantasy auf Bahnen mit längeren Zielgraden besser aufgehoben ist.

Ein glücklicher Dortmunder: Was die Trainer-Legenden Heinz Jentzsch und Bruno Schütz können, kann ich schon lange, dachte sich der Dortmunder Galopp-Trainer Udo Stoltefuß und feierte jetzt seinen 2000. Sieg. Damit ist der 53jährige der erfolgreichste noch aktive Trainer in Deutschland. Bezeichnenderweise war es beim Festival in Bad Harzburg, wo er in früheren Jahren manches Championat festigte. Die fünfjährige Stute Jallah, die auch noch im Gestüt Harzburg aufwuchs, bescherte ihm am Eröffnungstag den Jubiläumstreffer.
Lange ist es her, dass Stoltefuß in Wambel mehr als 100 Rennpferde trainierte und sich zweimal das Trainerchampionat sicherte. Heute backt er kleinere Brötchen, ist für viel weniger Vollblüter verantwortlich. Die Zeiten sind eindeutig härter geworden. Dennoch Glückwunsch an das Trainer-Urgestein und ein oder auch zwei Pils auf den Erfolgstrainer aus Dortmund-Wambel.

Ritt 1 der Klasse XXXL in England: In großer Form auf der Insel agieren derzeit Trainer Richard Hannon und sein Schwiegersohn und Stalljockey Richard Hughes. Bei den Youngstern ist Hannon eigentlich in jedem Jahr gut gerüstet, doch im Sommer 2009 legen die Pferde noch einen drauf. Jockey Hughes tut sein Bestes dazu: Samstag, Newbury, Weatherbys Super Sprint über 1 037 Meter, 200 000 Pfund Preisgeld, ein großes Feld mit 20 zweijährigen Startern: Hughes sitzt auf dem Favoriten Monsieur Chevalier, verpasst den Start, daddelt im Hinterfeld rum, so 300 Meter vor dem Ziel denke ich, das wird heute nichts mehr mit dem Favoritentreffer. Dann nimmt Monsieur Chevalier Fahrt auf, Hughes bugsiert ihn cool mit viel Zuversicht durch jede Lücke und am Ende gewinnt der Hannon-Schützling vor Shamandar und Archers Road.

Ritt 2 der Klasse XXXL in England: Totesport.com Handicap Chase in Market Rasen, 65 000 Pfund Preisgeld, der sportliche Höhepunkt der ansonsten eher bescheidenen National Hunt-Sommersaison. Auf den letzten Metern der Distanz von 4.526 Metern liefern sich Keepitsecret, No Panic und King Troy einen packenden Endkampf und als alles auf einen Sieg von Keepitsecret mit Dominic Elsworth im Sattel für Trainer Jonjo O’Neill deutet, kommen auf einmal die berühmten grün-orangen Farben von J P Mc Manus angeflogen. Im wahrsten Sinnen angeflogen – denn wie Jockey A P Mc Coy Nostringsattached noch so schnell machen konnte, weiß nur er selbst. Wenigstens muss sich der Trainer des Zweitplacierten nicht ärgern – denn der Gewinner kommt auch aus seinem Stall.



Montag, 15. Juni 2009
Was vom Wochenende fehlt…
Die Qual der Wahl des Adrie de Vries: Unter die berühmten Decke, um einmal den SIS-Kultkommentator Derek Stripplin (keine Ahnung, ob man den so schreibt) zu zitieren, konnte man die ersten Fünf des Union-Rennens am Sonntag stecken, so nahe waren sie beieinander. Es siegte Wiener Walzer vor Oriental King, Panyu, Egon und Eliot. Adrie des Vries, Jockey Nummer 1 im Stall von Jens Hirschberger, muss jetzt die schwere Entscheidung treffen, wen er im Derby in Hamburg reitet: Suestado, bei den meisten Buchmachern der Derby-Favorit, oder eben diesen Wiener Walzer, den Gewinner der wichtigsten Derby-Vorprüfung. Mein Derby-Tipp bleibt Eliot, auch wenn mich sein Laufen etwas enttäuschte. Aber die 200 Meter längere Derbystrecke kommt ihm definitiv entgegen, in Siegform soll er ja auch erst in Hamburg sein. Der „Sieger der Herzen“ war aber der Pacemaker Egon, der sich immer wieder wehrte und am Ende tapferer Vierter wurde. Schwach lief der Godolphin-Schützling Peligroso.

Palermo in Dresden: Adrie de Vries, der fliegende Holländer, saß auch im Sattel von Palermo, Start-Ziel-Sieger im Großen Freiberger Premium Preis in Dresden, der zweiten Derby-Vorprüfung des Wochenendes. Nur vier Pferde gingen nach der Abmeldung von Foscario und Readyspice in den Boxen. Der Sieger aus dem Stall von Christian Zschache hat überhaupt keine Derbynennung. Wer allerdings vier von fünf Rennen gewinnt und zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ältere Pferde im Ausgleich II besiegte, der gehört zu den Guten des Jahrgangs. Ordenstreuer komplettierte den ostdeutschen Einlauf, kam aber trotz aller Bemühungen von Alexander Pietsch nicht an den Gewinner heran. Mit dem Hengst aus dem Stall von Roland Dzubasz könnte aber nach längerer Zeit ein Vertreter eines ostdeutschen Stalls im Derby laufen. Definitiv nicht in Hamburg an den Start kommt der 14:10-Favorit Navajo Dancer, der nur Vierter wurde. So langsam schwinden bei Trainer Andreas Wöhler die Derbyhoffnungen: Quamun verletzt, Panyu weg – da bleibt nicht mehr viel.

Hilfe vom „Sonnenkönig“: Es sind turbulente Tage beim Neu-Zweitligisten Arminia Bielefeld. Nach dem siebten Abstieg aus der Bundesliga nimmt das komplette Präsidium mit Präsident Hans-Hermann Schwick und Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch seinen Hut, ein neuer Trainer ist noch nicht in Sicht. Doch es gibt Hilfe: 10 bis 12 ostwestfälische Unternehmen, der kicker nennt in seiner Printausgabe vom Montag Oetker, Schüco und Gerry Weber, wollen sich verstärkt engagieren und 15 bis 20 Millionen der Euro der Arminia zusätzlich zur Verfügung stellen. Und noch jemand wirft seinen Hut in den Ring: „Ich kann mir eine Präsidentschaft bei der Arminia gut vorstellen“, sagte Günter Eichberg dem Sportinformationsdienst (SID). Beim FC Schalke 04 erinnert man sich an turbulente Zeiten: Eichberg war von Januar 1989 bis Oktober 1993 Präsident der Knappen, pumpte Unmengen aus seinem Privatvermögen in den Verein, schaffte den Wiederaufstieg aus der 2. Liga und verpflichtete unter anderem Radmilo Mihajlovic zur Freude des FC Bayern. Am Ende standen rund 20 Mio. DM Schulden und ein Verein am Abgrund, Eichberg floh vor seinen Gläubigern nach Florida. Dass mit den Schulden sieht der einstige „Sonnenkönig“ allerdings etwas anders, siehe hier und hier. Ursprünglich sollte ihn auch der ehemalige S04-Manager Rudi Assauer unterstützen. Doch Assauer, zuletzt mehr auf den bunten Seiten der Zeitungen präsent, will kein neues Amt übernehmen, höchstens im Hintergrund beraten.



Montag, 8. Juni 2009
Was vom Wochenende fehlt…
Penny’s Gift gewinnt German1000 Guineas: Diesmal gab es nicht das Schockresultat wie im letzten Jahr, als die 212:10-Außenseiterin Briseida triumphierte. 2009 war die Favoritin im Stutenklassiker auf dem Düsseldorfer Grafenberg über 1 600 Meter erfolgreich: Penny’s Gift (Trainer Richard Hannon/Jockey Richard Hughes) siegte knapp in den deutschen 1000 Guineas vor der heran fliegenden Fabiana (Andreas Löwe/Terry Hellier) und dem französischen Gast Entre Deux Eaux (Robert Collet/Gregory Benoist). Die Tobougg-Tochter gewann quasi Start-Ziel: Jockey Hughes nutzte konsequent auf dem engen Düsseldorfer Rennkurs die Vorteile der Startnummer 1 und war von den Gegnerinnen nur schwer zu beeindrucken. Penny’s Gift war zuletzt Sechste in den englischen 1000 Guineas in Newmarket und - typisch für das Hannon-Quartier – als Zweijährige bereits vier Mal bei acht Starts erfolgreich. 12 Mal rückte die Stute schon in die Boxen ein, zum Vergleich: All Annalena und Mambo Light besitzen mit sechs Start die größte Routine der Kandidatinnen aus Deutschland. Getoppt wird das allerdings noch von Entre Deux Eaux: Unglaubliche 17 Rennen absolvierte die französische Stute schon….

Der große Tag des Jean-Claude Rouget: Der 129:10 Außenseiter Le Havre aus dem Stall von Trainer Jean-Claude Rouget siegte im französischen Derby, dem Prix Du Jockey Club, auf der Rennbahn in Chantilly. Unter Christophe Lemaire gewann der Hengst leicht vor Fuisse (Trainer Chriquette Head-Maarek/Jockey Dominique Boeuf) und Westphalia (Aidan O’Brien/Johnny Murtagh). Le Havre hat deutsche Vorfahren, denn seine Mutter ist die Surako-Tochter Marie Rheinberg. Der Halbruder Mikael D’ Haguenet zählt zu den größten Nachwuchshoffnungen im irischen Hindernissport. Ein großer Tag war es zudem für den in Pau ansässigen Trainer Rouget: Neben dem mit 1,5 Millionen dotierten Euro Prix Du Jockey Club waren seine Pferde auch in drei weiteren Rennen, davon zwei mit Gruppe III-Status, erfolgreich. Das französische Derby geht übrigens nur über 2100 Meter und nicht über die klassische Distanz von 2 400 Metern.

Die Musik in Hassloch: Lieber Freunde vom Hasslocher Rennverein, lief da wirklich die 70er Jahre-Teenieband Smokie vor dem Start des dritten und vierten Rennens. Ich dachte erst, ich wäre im falschen Film und hätte noch andere Internetseiten offen, aber das war doch wirklich die Stimme von Chris Norman? War etwa DJ-Legende Mal Sondock mit seiner Diskothek im WDR zu Gast? Ich denke mal, ab Montag werden CD-Verkäufe und Downloads von Smokie in Hassloch und Umgebung gigantisch steigen. Und wo ist eigentlich der Zielpfosten auf der Bahn? Den sieht man in den Fernsehübertragungen fast gar nicht….

Mein persönliches Wett-Desaster: Es musste ja einmal so kommen, nachdem das Jahr 2009 bislang wetttechnisch einfach zu gut war. Die Bilanz eines Wochenendes: Zehn Siegwetten an zwei Tagen in Epsom – zehn mal Blech, immerhin fünf zweite Plätze, der unglücklichste Verlierer war Captain Dunne im Sprint in Epsom, der auf der Linie noch abgefangen wird. Black Bear Island hatte nie eine Chance im englischen Derby, für ihn als Steher war das Tempo nicht schnell genug.
Noch schlechter das Laufen von Gan Amhras, der als Vorletzter über die Linie trudelte. Dabei hätte allein die Aussage seines Betreuers Jim Bolger den Sieg verdient gehabt: "Wenn er gewinnt, wird er der erste Derbysieger für die irische Sprache sein und der erste Derbysieger, den die Armen besitzen", sagte der irische Trainer am Samstag in der Racing Post. Gan Amhras ist gaelisch und bedeutet ohne Zweifel. Die Besitzerin ist übrigens Mrs. Jim Bolger.
In Düsseldorf habe ich zwei Pferde gespielt: Im Ausgleich I Black out – chancenlos und hinterher habe ich mich geärgert, dass ich Le Big auf der für ihn passenden Bahn in Düsseldorf so übersehen konnte. Dass die 1000 Guineas eine schwierige Angelegenheit würden, war klar. Mein Tipp All Annalena lief ganz ordentlich, war aber letztendlich nicht gut genug.



Dienstag, 2. Juni 2009
Was vom Wochenende fehlt…
Die Derby-Vorprüfungen in Hannover und München: Natürlich nimmt der Derbymarkt jetzt neue Konturen an. Suestado siegte in Hannover in wirklich guter Manier, profitierte aber etwas von der Unreife seines Gegners Toughness Danon, der mehrmals im Endkampf wegbrach. RaceBets machte Suestado zum Derby-Favoriten und gibt 45:10. Das Doppelte, 90:10, würde der Internetanbieter auf einen Sieg von Saphir zahlen, der das Bavarian Classic in einer Kampfpartie gegen den Godolphin-Schützling Peligroso (100:10) entschied. Noch gut im Rennen: Der neue Schiergen-Schützling Panyu (75:10) und Quamun (80:10), der allerdings nach seinem Debüt nicht mehr draußen war. Toughness Danon steht übrigens bei 400:10. Und so langsam muss ich mich mal bei Godolphin entschuldigen, dass ich sie oft so schlecht einschätze.

Der großartige Caracciola: 12 Jahre ist er inzwischen alt, der unverwüstliche Lando-Sohn. Am Samstag zeigte sich der Wallach mal wieder von seiner Schokoladenseite und siegte mit Dale Gibson nach zähem Kampf in einem Listenrennen in York. Er schlug dabei Friston Forest, einen sieben Jahre jüngeren Godolphin-Schützling. Damit ist Caracciola, früher trainiert von Andreas Wöhler und seit seiner Übersiedlung auf die Insel in der Obhut von Trainer Nicky Henderson, das älteste Pferd, das jemals ein Listenrennen gewann. Ende Oktober hatte der Wallach schon für einen Paukenschlag gesorgt, als er als großer Außenseiter im Cesarewitch, eines der englischen Top-Handicaps, triumphierte. In seinem eigentlichen Metier, den Hindernisrennen, blieb Caracciola hingegen zuletzt erfolglos.

Pokalsieger Werder Bremen und Bruno Labbadia: 1:0 gewann Werder Bremen das DFB-Pokalfinale in Berlin, holte damit den sechsten Pokalsieg und kompensierte damit das enttäuschende Abschneiden in der Bundesliga. Das erhoffte Offensivspektakel (mein Tipp von 2:2 war so etwas von daneben) wurde es nicht, was aber auch einem Weltklasse-Naldo in der Werder-Abwehr und seltsam gehemmt aufspielenden Leverkusenern lag. Bayer-Trainer Bruno Labbadia läutete vorher schon einmal seinen Abschied ein. Was er der Süddeutschen Zeitung im Interview erzählte, steht hier und hier.

die Asien-Reise der Fußball-Nationalmannschaft: 2,61 Millionen „Unentwegte“, so der kicker, sahen das 1:1 von Yogis Mannen gegen China am Freitag. Das sind natürlich mehr als dieses Blog Leser hat, für die Nationalelf bedeutet das aber Minusrekord. Die, die nicht einschalteten (wie ich), sollen aber nichts verpasst haben. Heute geht es gegen die Vereinigten Arabischen Emirate im Al-Maktoum Stadium – und schon ist der Bezug zum Galopprennen wieder da. Sheikh Mohammed al Maktoum ist (natürlich nicht alleine) Godolphin. Mal sehen, ob die Kicker aus den Emiraten in Blau auflaufen….



Dienstag, 26. Mai 2009
Was vom Wochenende fehlt.....
Die Bilanz nach dem Frühjahresmeeting in Baden-Baden: Wie es finanziell lief, darüber weiß GaloppOnline Bescheid. Mein persönlicher Wettumsatz war ebenfalls eher bescheiden. Und am Sonntag war das Wetter zu schön und bot andere Alternativen als die Rennen beim Buchmacher oder per Live-Stream zu verfolgen. Kamsin hätte aber auch ohne Behinderung den Großen Preis der Badischen Unternehmen nicht gewonnen, meinte auch Jockey Andrasch Starke. Am grünen Tisch siegte Ambassador knapp vor Adelar, der französische Gast Tres Rapide wurde auf Rang 3 zurückgesetzt.

Der Applaus für Trainer, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen: Drei Rennen gewann Christian Peterschmitt beim Frühjahrsmeeting 2009: Kara’s Boss, Contas und Ibn Al nature waren für den Besitzertrainer erfolgreich. Doppelsiege feierten Merignac (Trainerin Nadine Verheyen aus Belgien) und Alrescha, trainiert von Matthias Schwinn, einem „Urgestein“ aus dem Szene im Südwesten. Der Ritt von Susanne Schwinn am Sonntag auf Alrescha im Ausgleich 3 war ganz großes Kino: Völlig cool ritt sie die Stute vom letzten Platz innen zu einem ungefährdeten Sieg. Erwähnung finden sollten zudem die bei uns im Westen immer etwas „belächelten“ Münchener Pferde. Northern Glory siegte im Ausgleich 1 am Mittwoch, Lady Alida gewann das Festa-Rennen (LR) am Samstag – beide vorbereitet von Wolfgang Figge in München-Riem.

Eine Entschuldigung bei Fortuna Düsseldorf: Über 50 000 Zuschauer in der LTU-Arena, Besucherrekord in der allerdings noch jungen 3. Liga. Und fast alle wollten dabei sein beim Aufstieg von Fortuna Düsseldorf. Doch es kam der „Angstgegner“ Werder Bremen 2, der selber noch die Punkte gegen den Abstieg benötigte. Da war ich mich ziemlich sicher, dass Fortuna es mal wieder vermasselt. Aber Pustekuchen – die Düsseldorfer zitterten sich zu einem 1:0-Erfolg und spielen im nächsten Jahr in Liga 2. Mal schauen, ob das event-gestählte Düsseldorfer Publikum auch so strömt, wenn die Gegner Ahlen, Koblenz oder Fürth heißen.

Der Trauer um den Abstieg von Newcastle United: Es hat sie erwischt, ein Eigentor von Damian Duff besiegelte den Abstieg der Magpies aus der englischen Premier League. 1997 war ich mal in Newcastle, die Leute waren nett (aber schwer zu verstehen) und (fast) alle waren Fans der heimischen Kicker von United. Selbst die Müllmänner trugen das berühmte schwarz-weiß-gestreifte Trikot – also fast wie in Dortmund, nur dass die Müllabfuhr hier orange trägt. Die großen Erfolge des Clubs liegen aber schon sehr lange zurück, 1927 holte die Mannschaft den letzten Meistertitel in Englands Nordosten. Mitte der neunziger Jahre feierte der Klub unter Trainer Kevin Keegan mit spektakulärem Offensivfußball ein Comeback. Im Januar 1996 führte Newcastle die Premier League-Tabelle mit 12 Punkten Vorsprung an. Meister wurde dann aber Manchester United. Ab diesem Zeitpunkt ging es kontinuierlich bergab. Kevin Keegan kam im Januar 2008 zurück, doch diesmal erwies sich sein Engagement als Fiasko. Zuletzt sollte Ex-Torjäger Alan Shearer den Verein retten. Das misslang gründlich mit nur einem Sieg aus acht Spielen.