Donnerstag, 3. Mai 2012
Niemals gehen sie so ganz: Abschied von Kagawa, Barrios, Santana und Kringe
Die ersten Feierlichkeiten nach der erneuten Meisterschaft von Borussia Dortmund sind vorbei und zumindest bei mir schleicht sich ein Hauch Wehmut ein. Typisch deutsch, werden manche jetzt sagen, selbst in der Stunde der Glückseligkeit das Negative zu suchen. Also halten wir erst einmal fest: Borussia Dortmund ist ein würdiger und verdienter Meister, es war eine grandiose Leistung von Mannschaft und Trainer-Team. Für BVB-Fans sind es Traumzeiten: Eine Mannschaft, die mit ihrem Fußball verzaubert, dazu ein charismatischer Trainer. Was will man mehr?
Dennoch kommt etwas Trauer auf: Weil Spieler die Borussia verlassen, die in ihrer Zeit beim BVB – für zugegeben gutes Geld – hervorragende Leistungen geboten haben. Nun ist auch mir bekannt, dass Profifußball ein Söldnersport ist und die Leute nicht bei BVB, S04 oder FC kicken, weil ihnen soviel an diesen Vereinen liegt. Selbstverständlich gibt es immer mehr Klubs, die mehr Geld zahlen und/oder sportlich höhere Ziele verwirklichen können. Das gilt auch für Dortmund – siehe Marco Reus, sagen etwa Anhänger von Borussia Mönchengladbach.



Ist das japanisch? Die Sprache meine ich. Zu sehen ist jedenfalls das 2:0 von Kagawa gegen Gladbach. Man beachte auch den unrasierten Herrn, der auf den Torschützen zuläuft.

Kagawa trinkt kein Veltins
Dann sind da zudem die Berater der Spieler, die in der Regel von einem Wechsel finanziell profitieren. Was Thomas Kroth seinem Mandanten Shinji Kagawa geraten hat, weiß ich nicht. Jedenfalls will der Japaner im Sommer wechseln und seinen Vertrag bei Borussia Dortmund nicht verlängern. Die englische Premier League hat in Japan einen besonderen Stellenwert, im Gespräch ist unter anderem Manchester United. Offensichtlich können auch die Zuneigung der BVB-Fans, die das asiatische Schnäppchen in ihr Herz geschlossen haben, und die starken Arme von Trainer Jürgen Klopp das nicht verändern. Selbst die Integrationsversuche von Kevin Großkreutz blieben erfolglos. Dabei weiß der Japaner doch jetzt alles über deutsche Braukunst und deutsche Frauen.
Mit Reus kommt zwar ein hochbegabter Spieler für diese Position zurück, doch „Kagawa Shinji“ war schon eine Sensation. Technisch brillant, unheimlich wendig und richtig torgefährlich – spätestens seine zwei Tore im Derby 2010 in der Turnhalle zu Gelsenkirchen spielten Shinji in die schwarz-gelben Herzen.
Lucas Barrios zieht es hingegen nach China zu Guangzho Evergrande. China? Die Liga gilt als hochkorrupt, die Chinesen gucken lieber nach Europa. Doch das soll sich jetzt ändern, reiche Geldgeber verpflichteten bekannte Namen wie den Franzosen Nicholas Anelka. Sportlicher Wert? Noch eher mau, aber finanziell macht Barrios den großen Schnitt.
Aber sein Wechsel macht schon Sinn. Zwei Jahre war der geniale Strafraumstürmer nicht aus der Mannschaft wegzudenken, dann verletzte sich der Argentinier mit der Mutter aus Paraguay bei der Südamerika-Meisterschaft und dann lief ihm Robert Lewandowski den Rang ab. Und da Jürgen Klopp nur mit eine Spitze agiert, saß der Panther nur noch auf der Bank, ertrug dies aber einigermaßen professionell.
Barrios ist schon ein grandioser „Knipser“. Nur wenige haben solch einen Torinstinkt, zudem hielt er auch die Bälle in der Sturmspitze sehr gut. Dabei war auch diese Kolumne durchaus skeptisch, als der damalige Welttorjäger 2009 vom chilenischen Rekordmeister Colo Colo als Nachfolger von Alex Frei nach Dortmund kam. Doch diese Skepsis löste sich im Laufe der Zeit, Barrios war wie Kagawa eines der Transfer-Schnäppchen von Sportdirektor Michael Zorc. Am Samstag wird er seinen verdienten Abschied bekommen und da wird es noch mal emotional zugehen.

Herzblut-Borussen
Dagegen steht hingegen noch nicht fest, wohin Felipe Santana wechselt. Aber das der Brasilianer der BVB verlässt, dürfte feststehen. Denn der Spieler, den sie nach dem, bekannten gleichnamigen brasilianischen Trainer „Tele“ nennen, hatte einfach nur Pech. Weil die Borussia mit Mats Hummels und Neven Subotic über zwei herausragende Innenverteidiger verfügt, spielte Santana nur, wenn einer der beiden fehlte. Wenn Santana zum Einsatz kam, spielte er meist sehr stark. Ich fand ihn keineswegs schlechter als Neven Subotic, aber ich kann die Entscheidung von Jürgen Klopp auch nachvollziehen. Denn Subotic erwies sich nicht nur als Feierbiest, sondern auch als starker Innenverteidiger.
Jedenfalls ist Santana einer der schnellsten Abwehrspieler, die ich je gesehen habe. Mit ihm endet übrigens erst einmal der Zeit der Brasilianer beim BVB, die 1994 mit Julio Cesar begann.
Abschied nehmen gilt es auch von Florian Kringe. Er müsste einer der wenigen in Dortmund sein, der sauer auf Jürgen Klopp ist. Denn Kringe spielte keine Rolle mehr unter dem Erfolgstrainer, der ihn frühzeitig aussortierte. Dann verletzte sich das BVB-Urgestein schwer, die letzten Jahre waren nicht leicht für ihn. Doch der Mittelfeldspieler ist kein Typ, der zurückkeilt.
Jedenfalls war er sichtlich berührt, wie ihn Südtribüne nach der Meisterschaft feierte, auch wenn er sportlich keine Rolle spielte. Aber die BVB-Fans vergessen nicht, dass Florian Kringe in schlechten Zeiten einer der besten Spieler war, der sich immer wieder auch der Kritik stellte. Ich wünsche ihm jedenfalls, dass er einen neuen Verein findet und dort richtig gut einschlägt.



Donnerstag, 26. April 2012
Die Ballade von Otto und „Töppi“
Man muss die ARD auch mal loben für ihr Sportprogramm. Vergessen wir einfach mal die endlosen Wintersportübertragungen unter schwarz-rot-goldener Brille und widmen uns dem ARD-Landessender WDR. Der Westdeutsche Rundfunk zeigt neben anderen lobenswerten Angeboten wie etwa Zeiglers Wunderbare Welt des Fußballs auch die Sendung Sport Inside. Diese beschäftigt sich mit den Hintergründen und zeigt häufig die Schattenseiten des Sports: Doping, Profitgier, Vetternwirtschaft, Rassismus oder ähnliche Sauereien.
Bei Sport Inside landen Themen im Programm, die nicht unbedingt massenkompatibel sind. Jedenfalls beruft sich der WDR mal auf seinen journalistischen Auftrag.
Nun sind nicht alle Beiträge die großen Enthüllungsgeschichten, ist die Qualität nicht überraschend unterschiedlich. Und manchmal erfährt man Dinge, die man nicht unbedingt wissen muss, die einen aber dennoch interessieren. Zum Beispiel, dass Fußballtrainer Otto Rehhagel und das ehemalige ZDF-Urgestein Rolf Töpperwien seit der Weltmeisterschaft 2010 nicht mehr miteinander reden.
„Alter schützt vor Dummheit nicht“, lautete der Titel des Beitrags von Boris Poscharsky. Es ging um das schwierige Verhältnis von Hertha-Neutrainer Otto Rehhagel zu den Medien. Nun kann man von Rehhagel, der bekanntlich gerne Dichter und Philosophen zitiert, nicht unbedingt erwarten, dass er so profane Zeitgenossen wie Journalisten schätzt. Manchmal kann ich den guten Otto sogar verstehen, wenn beispielsweise der Boulevard mal wieder reichlich erfinderisch schreibt. Aber „seine Allergie gegen kritische Fragen“ (O-Ton Poscharsky) ist dann schon etwas peinlich. Ebenso, wenn Oberlehrer Rehhagel erklärt, was Journalismus ist. Und natürlich sprach Rehhagel nicht mit Poscharsky.

Ende einer Männerfreundschaft
Rolf Töpperwien, der selbsternannte Erfinder des Spielfeldrandinterviews, galt hingegen bislang als der Haus- und Hof-Journalist des Erfolgstrainers. Unvergessen „Töppis“ beflissenes Kopfnicken, als Otto nach dem – zugegeben – sensationellen Gewinn der Europameisterschaft 2004 mit dem Außenseiter Griechenland dozierte und Töpperwien exklusiv sein Erfolgsgeheimnis erklärte. Wenn ich mich recht erinnere, hat der jetzt im Ruhestand befindliche Journalist dieses Interview in seiner überhaupt nicht bescheidenen Biografie noch als „Sternstunde des Journalismus“ verkauft. Immerhin war der ZDF-Mann einer der wenigen Medienvertretern, mit denen sich Rehhagel überhaupt unterhielt.
Doch irgendwann kommen auch dickste Freundschaften in die Krise: In unserem Falle war es nach der Weltmeisterschaft 2010, da stellte Töpperwien nach dem Aus Griechenlands die Frage nach Rehhagels Zukunft. „Das ist privat", bellte dieser zurück und ließ den verdatterten Reporter stehen. Es war die berühmte Frage zuviel, zumal „Töppi“ - ganz der journalistische Spürhund - später noch den Rücktritt des Trainers verkündete. So etwas vergisst ein Otto Rehhagel eben nicht.
„Otto hat schon immer hinter jedem Baum einen Feind gesehen“, sagt Töpperwien heute über seinen alten Freund. Schon als junger Trainer im Dortmund in den 70er Jahren: Auch da war er manchmal etwas dünnhäutig gegenüber Journalisten. Es gibt diese schöne Anekdote, wo Rehhagel sagt, jetzt seien nur noch Fachfragen zulässig und ein Dortmunder Schreiber den gelernten Maler und Lackierer fragte, worauf er denn achten müsse, wenn er die Zimmer zuhause tapeziere.
Und auch in Berlin bleibt das Verhältnis schwierig. Sportlich steht es nicht gut um die Hertha, der Abstieg droht und selbst ein ansonsten zahmes Blatt wie der kicker nervt Rehhagels Verhalten. Immerhin kann sich Rehhagel auf seinen Freund Jürgen Flimm verlassen. Aber der ist ja auch ein Mann der Kultur...



Mittwoch, 21. März 2012
„In Europa kennt euch keine Sau“ – Greuther Fürth


Was für ein Drama im ersten Halbfinale des DFB-Pokals: Als alle schon mit einem Elfmeterschießen rechnete, schoss Borussia Dortmund doch noch das 1:0 in der Verlängerung gegen Greuther Fürth. Als Schwarz-Gelber freut das Ergebnis natürlich, dennoch verdient die starke Leistung der Fürther absoluten Respekt.
Die Begegnung weckte Erinnerungen. Denn von April 2006 bis Ende 2007 habe ich in Nürnberg gearbeitet. Wenn ich das Wochenende in Franken verbrachte, bin ich manchmal zum Ronhof ins benachbarte Fürth gefahren, um mir die Spiele der Spielvereinigung Greuther Fürth in der 2. Liga anzuschauen. Beim Nürnberger Club in der Bundesliga war allein schon deren Fanfreundschaft mit Schalke 04 ein K.o-Kriterium.
Arbeitskollegen aus Nürnberg, denen ich davon erzählt habe, schüttelten nur den Kopf. Fürth ist dort so etwas wie der kleine picklige Bruder, den man nicht für voll nimmt. Und auch zwischen dem Club und der Spielvereinigung herrscht große Rivalität. Schon zu Zeiten, als beide Vereine den deutschen Fußball prägten und die Meisterschaften untereinander ausspielten. Es gibt diese wunderschöne Geschichte, als beide Teams in den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts die Nationalmannschaft bildeten, aber in verschiedenen Eisenbahn-Waggons anreisten, weil man sich so spinnefeind war.
Meine ersten Erfahrungen mit dem Fürther Fußball machte ich an einem Montag Ende April 2006. Greuther Fürth traf in der 2. Liga auf Energie Cottbus und es war ein entscheidendes Spiel um den Aufstieg in die erste Liga. In Dortmund hätte man bei dieser Brisanz 100 000 Karten verkaufen können; in Fürth habe ich eine Karte zwei Stunden vor dem Spiel erworben und war fast alleine am Stadion. Ich hätte auch noch ein Ticket eine halbe Stunde vorher bekommen, das Playmobil-Stadion war nicht ausverkauft, obwohl es gerade mal 15 500 Plätze fasste.

Kleeblatt
Auch im Inneren war einiges anderes: „Kleeblatt“ skandierten die Fürther Fans immer, Greuther war eher ein Schimpfwort. Weil der wahre Fürther Fan immer noch die Fusion der einst ruhmreichen Spielvereinigung mit dem Dorfverein Vestenbergsgreuth ablehnte.
Sehr gewöhnungsbedürftig war der Stadionsprecher, im Hauptberuf offenbar Moderator bei irgendeiner Jugendwelle im Radio. „Auf geht’s Kleeblatt“, animierte er immer wieder die Fans der Fürther. Zumindest beim Fanblock fand er Anklang, ein Hexenkessel sieht allerdings anders aus. Aber der war/ist der Signal Iduna-Park/Westfalenstadion auch nicht immer.
Das Spiel war wenig attraktiv: Cottbus stellte sich hinten rein, Fürth setzte viel zu sehr auf lange Bälle auf den schnellen Roberto Hilbert. Dennoch stand es lange 1:0, ehe dann ein reichlich dubioser Foulelfmeter zum 1:1 führte. Cottbus stieg letztendlich als Dritter auf, Fürth wurde 5.
Neues Jahr, neues Glück: Noch war die Euphorie nach der Fußball-WM 2006 zu spüren. Zum Saisonauftakt gegen den bayerischen Rivalen 1860 München kamen immerhin 14 000 Zuschauer. Geschätzt die Hälfte waren Anhänger des Münchener Traditionsvereins und die Begegnung hatte durchaus Unterhaltungswert. Bei Fürth spielte mit Christian Timm immerhin ein ehemaliger Dortmunder (Timo Achenbach, den anderen Ex-BVBer, hatte Trainer Benno Möhlmann vorerst verbannt), bei 60 saß ein gewisser Sven Bender auf der Ersatzbank.
Eigentlich hat 60 doch eine richtig vielversprechende Mannschaft, mit der sie oben mitspielen müssten, dachte ich. Aber wie das so ist bei den Löwen: Auch in dieser Saison gab es Querelen ohne Ende, die Münchener landeten nur im Mittelfeld.
Ansonsten war ich in dieser Spielzeit aber wenig bei den Grün-Weißen. Irgendwie passte das mit den Terminen nicht so recht. Nur zwei Besuche gab es: Gegen den damaligen Tabellenletzten Braunschweig und gegen den 1.FC Köln in der Woche vor dem Wiedereinstieg von Christoph Daum. Die Zuschauer maulten über den wenig attraktiven Fußball von Trainer Benno Möhlmann, der 1.FC Köln zeichnete sich bei seinem Gastspiel nur durch übergroße Härte aus.

Fußballgott
In der Saison 2007/08 war es wie so häufig in Fürth: Leistungsträger gingen, unbekannte Spieler kamen. Doch unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia machte das Kleeblatt auf einmal richtig Spaß, zumal der ehemalige Bundesliga-Stürmer im Gegensatz zum defensiveren Möhlmann offensiver spielen ließ. Es gab hochattraktive Heimspiele gegen St. Pauli, Mainz (mit Jürgen Klopp) und Aachen. „In Europa kennt Euch keine Sau“, skandierten die Alemannia-Fans, doch ihr Team war völlig chancenlos, zumal ihr damaliger Coach Guido Buchwald auf ein 6-4-0-System setzte.
Ein paar Wochen später schrien die Anhänger des SV Wehen immer „Ronny König Fußballgott“. Ich saß jetzt inmitten der Bedenkenträger, wo man zwar gut sehen konnte, die Stimmung aber eher kritisch war. Fürths Stürmer Stefan Maierhofer stand wegen seiner etwas ungelenken Spiel- und Laufweise im Fokus des Zuschauer-Genörgels. Die Stimmung kippte schon wieder, erstmals gab es Kritik an den Methoden des Herrn Labbadia. Und ich dachte: „Was mache ich hier?“
Die Zuschauerzahlen waren absolut enttäuschend: Mal 6000, mal 8000, fünfstellig nur äußerst selten. Der Verein erhielt einfach nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient hätte.
So langsam bekam ich wieder richtig Sehnsucht nach BVB und erster Liga. Am Ende des Jahres war dann auch Schluss mit Nürnberg.



Sonntag, 19. Februar 2012
Preuße Rehhagel will Hertha retten
Da hat Michael Preetz, Manager des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin, Berlins Boulevard-Journaille aber mal ziemlich geleimt. Alle möglichen Namen hatten die Journalisten in die Trainerdiskussion bei Hertha gebracht – Stanislawski, Rangnick oder Thomas Doll, an den man sich in Dortmund nur mit Schaudern erinnert. Nur auf Otto Rehhagel kam keiner der findigen Leute von den Zeitungen mit den großen Buchstaben. Ausgerechnet dieser wird im zarten Alter von 73 Jahren Nachfolger von Michael Skibbe: Gemeinsam mit Assistenztrainer Rene Tretschok soll er die Hertha vor dem Abstieg in die 2. Liga retten.
Am Samstag blühte in der Bundesliga-Sendung auf WDR 2 schon wieder der Flachs. Zum Beispiel in Sachen Fußballtaktik a la Rehhagel: Ob denn Hertha wieder mit Libero agiere? Setzt Rehhagel wieder auf die Manndeckung? Feiert der gepflegte Oberlippenbart sein Comeback?
Am Sonntag präsentierte sich der Fußballlehrer in einem Interview mit der Bild am Sonntag in gewohnter Form. Er sei ab Montag Tag und Nacht für Hertha da – „und zwar immer pünktlich. Ich bin ein Vorreiter und erwarte Ordnung und Disziplin. Ich bin ein Preuße. Oder auch ein demokratischer Diktator.“ Oder: „Der Sinn des Lebens besteht in Arbeit – wie Immanuel Kant schon sagt.“

Experte für Fußball-Wunder
Doch bei allen Schrulligkeiten des gebürtigen Esseners: Otto Rehhagel ist ein hochgradig fähiger Fußball-Lehrer. Wer es schafft, mit dem Aufsteiger 1.FC Kaiserslautern Deutscher Meister zu werden und mit den griechischen Underdogs die Europameisterschaft zu holen, der muss schon einiges auf dem Kasten haben. Nicht zu vergessen die lange und erfolgreiche Zeit bei Werder Bremen mit Meistertiteln und Pokalsiegen. Es war diese Mischung aus Flexibilität und Starrsinn, die Rehhagel so erfolgreich machte. Nur in München beim FC Bayern scheiterte er – was auch nicht unbedingt gegen ihn spricht.
Jetzt also Hertha BSC. Die Berliner hatten im September 2011 beim Gastspiel in Dortmund eine taktisch sehr ausgereifte Vorstellung geboten und völlig verdient gewonnen. Das dachte nicht nur ich, dass die Verbindung mit Trainer Markus Babbel passt. Doch dann zofften sich Preetz und Babbel; Skibbe ersetzte Babbel, verlor fünf Spiele in Serie und musste gehen. Und in Berlin zittert man wieder um den Klassenerhalt.
Borussia Dortmund hatte mit einer ähnlichen Trainer-Lösung mal gute Erfahrungen gemacht: 2000 lösten Altmeister Udo Lattek und Matthias Sammer Bernd Krauss ab und hielten die Klasse.
Im Übrigen stimmt das gar nicht mit dem Libero. „Wir haben beim EM-Sieg 2004 mit Griechenland gar nicht mit Libero gespielt, sondern mit einer versetzten Viererkette. Ein Spieler, der nicht so schnell war, rutschte etwas heraus“, verriet der Meister im besagten BamS-Interview. Das wäre also geklärt.



Donnerstag, 9. Februar 2012
Entdecke deinen Lieblingsclub
Wie finde ich den richtigen Bundesliga-Club? Für uns Hardcore-Fans, die ihre Anhängerschaft quasi mit der Muttermilch eingesogen haben, ist das kein Thema – aber für all die Menschen im Lande, die auf einmal den Fußball entdeckt haben, weil er angesagt ist, gibt es jetzt eine nette Hilfe. Sie kommt aus England, erschien auf der Seite mit dem schönen Namen Inbedwithmaradona und ist – sagen wir es einmal so – etwas verwunderlich.
Aber manchmal sind die Hinweise ganz treffend, zum Beispiel beim FC Bayern. Bei Borussia Dortmund weiß ich allerdings nicht so, am besten gefallen mir aber die Fragen für den 1.FC Köln: Wenn Bier trinken in verrückten Kostümen besser ist als Fußball gucken und das Leben ein chaotischer Mist ist, dann ist der FC die richtige Wahl.



Donnerstag, 26. Januar 2012
Besuch aus dem schönen Hoffenheim
Die Angst geht um beim einstigen Dorfverein, selbst Macher Dietmar Hopp ist besorgt. „Hoffentlich gehen wir am Samstag in Dortmund nicht unter. Dann wird es wackelig“, fürchtet der Gründer des Software-Giganten SAP und Sponsor von 1899 Hoffenheim. Hopps Bedenken wirken nicht ganz deplaciert: Der einstige Torjäger Vedat Ibisevic nach Stuttgart verkauft, der Rückrundenauftakt gegen Hannover schwach, die Leistungen davor auch nicht gerade überragend – Zuversicht manifestiert sich anders.
In der Tabelle sieht es mit Platz 8 rechnerisch nicht schlecht aus, zumal es nur sechs Punkte Rückstand auf die Euro League-Position 6 sind. Andererseits: Auf den Relegationsplatz 16 sind es jedoch auch nur sechs Punkte Vorsprung. Kein Wunder, dass Trainer Holger Stanislawski gegensteuert. „Ich habe das Gefühl, dass dieser Verein schon untergegangen ist", erklärte er am Donnerstag.
Am Samstag geht es nun nach Dortmund zum BVB, dem mit dem 5:1 beim HSV ein Rückrundenauftakt nach Maß gelang. Es ist ein Duell mit einigem Zündstoff: 1899 Hoffenheim ist für viele Dortmunder Fans ein rotes Tuch und nach Schalke vielleicht der meist verhasste Klub der Bundesliga.
Besonders nach den Vorfällen aus dem Hinspiel in Sinsheim: Natürlich ist es geschmacklos, die Mutter von Dietmar Hopp zu verunglimpfen. Die Revanche mit dem schönen Namen „Pieepgate“ war aber auch nicht die feine Art. Das letzte Wort ist darüber zudem noch nicht gesprochen.

Der Traum eines jedes Sponsors
Kaum ein deutscher Verein ruft so viel Zorn in Fankreisen hervor wie der einstige Dorfverein, der mit den Geldern des erfolgreichen Unternehmers Hopp den Sprung von der Kreisliga bis in die Bundesliga schaffte. Viele Argumente – zum Beispiel dieses Gastautors vom BVB-Fanportal schwatzgelb.de – unterschreibe ich sofort, aber manches ist leider auch ziemlich weg von der aktuellen Welt des Profifußballs.
„Wettbewerbsverzerrung“ zum Beispiel klingt plausibel, aber auch naiv: Der gesamte professionelle Fußball ist eine einstige Verzerrung, der Starke frisst dort oftmals mit fremden Geld den Schwachen. „Financial Fairplay“ klingt schön; ich hoffe, dass die Bemühungen der UEFA Erfolg haben. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die UEFA zum Beispiel Real Madrid aus Gründen des Financial Fairplays die Teilnahme an der Champions League verhindert.
Jedenfalls ist Hoffenheim zwar ein ziemlicher Plastikklub, aber es gibt viel schlimmere Zeitgenossen als Dietmar Hopp, die ihr Geld in Fußballvereine stecken – dieser zum Beispiel.
Sportlich ist die einstige TSG ein richtiger Angstgegner für den BVB. Gegen keinen andere Mannschaft hat Borussia in der Klopp-Ära so eine schlechte Bilanz. Im letzten Gastspiel in Dortmund hielt Hoffenheim lange Zeit ein 1:0, spielte eine Halbzeit ganz stark, stellte sich danach aber nur noch in die Defensive und kassierte den verdienten Ausgleich durch einen Freistoß von Antonio da Silva in der Nachspielzeit. Danach spielten sich unglaubliche Jubelszenen auf Dortmunds Südtribüne ab.
Zweimal Platz 11, einmal Platz 7 lautet die Hoffenheimer Bilanz nach drei Jahren Bundesliga. Eigentlich nicht schlecht, musste der Verein als Aufsteiger doch nie gegen den Abstieg kämpfen. Dennoch herrscht Ernüchterung im Jahr 4. Viele erinnern sich an das erste Halbjahr der Saison 2008/2009, als 1899 mit Trainer Ralf Rangnick und spektakulärem Fußball die Liga rockte und lange Zeit Tabellenführer war. Einer der herausragenden Spieler hieß Vedad Ibisevic, der traf damals wie er wollte. Seine Sturmkollegen hießen Demba Ba und Obasi – beide sind inzwischen nicht mehr in Hoffenheim. Ibisevic verletzte sich zudem schwer in der Winterpause; in der Rückrunde endete dann auch der Hoffenheimer Höhenflug sehr schnell.

Nachtrag 27.1.
Großer Imageschaden: Dietmar Hopp im Interview mit Der Westen, dem Online-Portal der WAZ-Gruppe.



Sonntag, 8. Januar 2012
Maden deluxe für Ailton
Etwas Mitgefühl habe ich immer noch – mit Ailton, dem einstigen Kugelblitz, der seine beste Zeit in der Bundesliga bei Werder Bremen hatte. Dabei ist das Gefühl in diesem Fall völlig fehl am Platz. Die Teilnahme am berüchtigten RTL-Dschungelcamp ist seine eigene Entscheidung und immerhin soll der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig laut Bild am Sonntag 55 000 Euro für seinen Ausflug in den australischen Dschungel erhalten. Nur Ex-Frau Stallone Brigitte Nielsen und Ramona Leiß (wer ist Ramona Leiß) bekommen mehr. Dafür kann man schon mal ein paar Maden vertilgen.
Fast alles lief schief bei Ailton in den letzten Jahren: „Vom Torschützenkönig zur Witzfigur“ schrieb die Zeit und zitiert Ulf Baranowsky von der Spielergewerkschaft Vereinigung deutscher Vertragsspieler. 20 bis 25 Prozent der Spieler seien nach Ende ihrer aktiven Laufbahn überschuldet oder pleite, so Baranowsky. Total verständlich: Leute, die 100000 Euro und mehr pro Woche verdienen, haben eben andere Ansprüche. Der Fuhrpark muss regelmäßíg aktualisiert, Klamotten kauft man oder frau nicht bei KIK, Spielerfrau und Zweitspielerfrau müssen versorgt werden und und und...
Auch Kollege Ailton hat offensichtlich Finanzsorgen. Nach dem Meistertitel 2004 mit Werder ging es schnell abwärts für den einstigen Spieler des Jahres: Das fing schon mit dem Wechsel nach Schalke an, wo er schnell zum Liebling der Bild-Zeitung wurde, seine Leistungen allerdings nicht mehr meisterhaft waren. Es folgte eine wahre Odyssee durch Länder, Vereine und Ligen: Katar, Ukraine, der HSV, MSV Duisburg etc.


Beim Casting musste sich Ailton gegen seinen ehemaligen Bremer Kollegen Paul Stalteri durchsetzen. Fernsehsender RTL möchte aber nicht bestätigen, ob es im nächsten Jahr ein Christmas-Camp gibt.

Hier tauchte er mal auf, als er zum KFC Uerdingen wechselte, zuletzt kickte Ailton beim Bremer FC Oberneuland. Nirgendwo wurde er glücklich – und selbst die Torjägerkanone des kicker-sportmagazins wollte sein damaliger Berater schon zu Geld machen. Karl-Heinz Heimann wird sich im Grabe umdrehen.
Schön zu beobachten ist zudem, wie sich RTL und Bild am Sonntag die Bälle zuspielen. Da schiebt jemand vom Fernsehsender dem Boulevardblatt die geheimen Verträge der Dschungelcamp-Teilnehmer zu – und die BamS hat ihre Exklusiv-Schlagzeile. Das Dschungelcamp verkauft sich offensichtlich besser als der Bundespräsident.



Donnerstag, 5. Januar 2012
Reus wieder daheim - und was macht Götze
Was für ein Paukenschlag zu Beginn des neuen Jahres: Marco Reus wechselt im Sommer von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund. Gut, die Anhänger der selbsternannten „wahren Borussia“ dürften sich nicht so freuen: Ihr bester Spieler ist im Sommer weg, dazu verlässt zudem der talentierte Roman Neustädter den Verein. Das Jahr hätte nicht schlimmer beginnen können. BVB-Fans freuen sich hingegen: Denn Reus, im ersten Halbjahr der überragende Spieler in der Bundesliga auf der Position Außenbahn offensiv, wechselt zu Borussia Dortmund – für schlappe 17,5 Millionen Euro.
Bekanntlich kehrt Reus damit in seine Heimatstadt zurück. Doch irgendwie habe ich ein komisches Gefühl. Zum einen, weil der BVB mal wieder richtig auf dem Transfermarkt investierte: Reus ist nach Marcio Amoroso (25,6 Mio Euro) der zweithöchste Transfer in der Geschichte des Klubs. Amoroso war zwar ein herausragender Spieler (zumindest in seiner ersten Zeit, bis er dann nur noch Allüren hatte), aber der Brasilianer steht auch für den finanziellen Wahnsinn der letzten Tage der Ära Niebaum/Meier, die den Klub bekanntlich an den Rande des Abgrundes brachten. „Wir haben unser Pulver in den vergangenen Jahren trocken gehalten“, beruhigt zwar Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung, die Gemüter und fügt hinzu: „Der Transfer ist aus den Rücklagen solide finanziert.“
Nun vertrauen wir mal dem Sanierer Watzke und natürlich ist es besser, dass Reus, der seine ersten fußballerische Schritte beim PTSV Dortmund machte, in Dortmund spielt und nicht etwa beim FC Bayern. Dennoch habe ich ein ungutes Gefühl: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Reus und Mario Götze in Dortmund zusammen auf dem Platz stehen werden. Natürlich ist das Spekulation, habe ich keine Fakten. Dennoch gehe ich jede Wette ein, dass Götze am Ende der Saison den BVB verlassen wird. England, Spanien oder der FC Bayern – Angebote kommen doch quasi im Tagestakt. Der Verein dementiert das natürlich, aber ich halte dagegen.



Mittwoch, 21. Dezember 2011
Nicht nur Campino freut sich: Das Comeback der Fortuna
„Die Fortuna ist wieder da“ sangen die Zuschauer immer wieder. Riesenstimmung gestern Abend im Achtelfinale des DFB-Pokals: So kurz vor Weihnachten stand noch mal ein richtiger Knaller mit dem Duell zwischen Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf und Meister Borussia Dortmund auf dem Programm. Nur kam es diesmal nicht wie so häufig im DFB-Pokal: Der BVB gewann im Elfmeterschießen und setzte damit nicht die unsägliche Tradition fort, bei einem unterklassigen Kontrahenten zu scheitern.
Dabei lief das Spiel eigentlich für den Zweitligisten, weil Not-Innenverteidiger Patrick Owomoyela schon früh die gelb-rote Karte erhielt. Zum Glück konnten die Düsseldorfer ihre Überzahl gegen die zudem ersatzgeschwächten Dortmunder nicht nutzen. Auch weil Roman Weidenfeller einige Male prächtig reagierte und im Elfmeterschießen zudem den Schuss des Fortunen Bröker parierte. Sein Jubellauf nach Perisic entscheidendem Strafstoß zeigte eindrucksvoll, wie erleichtert die Dortmunder nach dem Spiel waren.
Es war das Spiel des Jahres in Düsseldorf und natürlich war die Arena, der Nachfolger des ehemaligen Rheinstadions, ausverkauft. Die Fortuna ist wieder da und träumt vom Wiederaufstieg in die Bundesliga. Die Chancen stehen als Spitzenreiter zur Winterpause gut, auch wenn zuletzt der Heimnimbus durch die Niederlage gegen Paderborn zerstört wurde.

Nach Barca kam Teveren
In den siebziger und achtziger Jahren gehörten die Landeshauptstädter mit Spielern wie Gerd Zewe, Wolfgang Seel, Dieter Herzog oder etwas später den Allofs-.Brüdern Klaus und Thomas zum Inventar der ersten Liga. Höhepunkt war das Finale 1979 im damaligen Europapokal der Pokalsieger, als Fortuna nur äußerst unglücklich dem FC Barcelona unterlag. Bei den verwöhnten Düsseldorfern hatte es die Mannschaft aber immer schwer: Lief es gut, dann füllten die Zuschauer diese unwirtliche Betonschlüssel namens Rheinstadion. Bei Mittelmaß oder noch schlimmer Abstiegskampf kamen gerade mal höchstens 15 000 Zuschauer, die Atmosphäre war trostlos. 1987 stieg Fortuna Düsseldorf dann ab.
Es folgte ein stetes Kommen und Gehen zwischen erster und dritter Liga, ein Kennzeichen der Fortuna in diesen Jahren war ihre Unfähigkeit im Management. Die Toten Hosen sammelten für den Verein, immerhin schaffte Trainer Aleksandar Ristic noch mal den Sprung in die Eliteklasse. Dank des herausragenden Torhüters Georg Koch, einer absoluten Beton-Taktik und des begabten Einwerfers Harald Katemann hielt der Verein die Klasse. Ein echtes Wunder, ein Jahr danach war allerdings auch Aleks Ristic ratlos, Fortuna stieg trotz Dobrowolski und Pancev ab.
Der Niedergang war diesmal noch schlimmer: Bis in die vierte Liga stürzten die Düsseldorfer ab, es ging nach Teveren und Straelen. Wer Fortuna-Fan war, musste sich die Hänseleien seiner Mitbürger anhören. Doch wie das so ist, wenn man zusammen tief im Dreck sitzt: Man solidarisiert sich, man schließt sich enger zusammen. So war das auch bei der Fortuna: Die Mode-Fans blieben erst mal zuhause, nur die Unterstützung der Hosen bleib. „Wenn wir wollen, kaufen wir Euch auf“ skandierten die Fortuna-Fans 2005 schon wieder gutgelaunt im Dortmunder Westfalenstadion – im Regionalliga-Duell gegen die Zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Die Fortuna ist einer der Vereine, die in den letzten Jahren sowohl gegen die erste als auch die zweite Mannschaft des BVB in Pflichtspielen antraten – St. Pauli, Braunschweig und Dresden zählen ebenfalls zu diesem illustren Kreis.
Doch offenbar haben die Verantwortlichen um Manager Wolf Werner dazu gelernt: Seit drei Jahren ist die 2. Liga die Heimat des Klubs. Das erste Jahr war ganz ordentlich, im zweiten Jahr folgte der Rückschlag, als die Fortuna ganz schlecht startete, viele Spiele aber auch sehr unglücklich verlor. Immerhin behielt der Fortuna-Vorstand die Nerven, feuerte seinen Übungsleiter Norbert Meier mal nicht – und sieh’ an: Dank der Heimstärke wurde die Rückrunde noch ganz ordentlich. Der ruhige Meier scheint der richtige Mann zu sein: Seine Mannschaft ist eine gute Mischung aus Routiniers und Talenten, mit Galionsfiguren wie Andreas Lambertz, der schon in der Oberliga für Fortuna kickte. Der Aufstieg wäre die Krönung nicht nur seiner Laufbahn.



Dienstag, 15. November 2011
Aktion Libero - Sportblogs gegen Homophobie


Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang. Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

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