Oliver Kahn kümmert sich lieber um seine asiatischen Fans; Arsene Wenger, Rudi Völler, Oliver Bierhoff und Matthias Sammer haben besseres in nächster Zeit zu tun und Huub Stevens und Olaf Thon wurden erst gar nicht gefragt.
Der FC Schalke 04 sucht einen Manager, einen Trainer für den Rest der Saison und einen neuen Chefcoach – und findet nicht. Es ist wie verhext: Niemand möchte zum Traditionsverein in die Turnhalle.
Der Kicker spekulierte am Montag mit Frank Arnesen, früherer dänischer Nationalspieler, Manager bei Tottenham und derzeit Chefscout beim FC Chelsea. Das Fachblatt berichtete zudem von „Verhandlungen auf Hochtouren“ mit Slaven Bilic, aktuell kroatischer Nationaltrainer, Deutschland-Bezwinger bei der EM 2008 und Ziege-Treter bei der EM 1996. Der Kroate sollte Interimstrainer werden.
Am Dienstag kam das Dementi aus Schalke, es habe keinen direkten Kontakt zwischen Bilic und dem Vorstand gegeben. Der einstige Abwehrspieler der Kategorie gnadenlos berichtete hingegen der Deutschen Presse-Agentur, dass „die Leute von Schalker hier waren“. Bilic sagte ab.
Aber, lieber Schalker, nicht verzagen. Es gibt noch viele Kandidaten, die das passende Profil als Manager/Trainer aufweisen. Ein paar Namen: Peter Neururer (hier würde sich eine englische Lösung als Teammanager anbieten und da er in der Nähe wohnt, könnte der Verein die Kosten für das Hotelzimmer sparen), Michael Skibbe, Luiz Felipe Scolari, Udo Lattek, Marius Lacatus, Armin Veh, Paul Linz, Klaus Fichtel, Helmut Kremers.....
Für Jockey Ahmed Ajtebi und Trainer Mubarak Bin Shaya aus Saudi Arabien war es ein Tag in ihrem Leben, den sie nie vergessen werden. Nicht nur, dass ihr Pferd
Eastern Anthem nach einem dramatischen Endkampf das mit fünf Millionen Dollar dotierte Galopprennen Dubai Sheema Classic auf der Galopprennbahn in Nad Al Sheba (Dubai) gewonnen hatten. 45 Minuten vorher waren sie bereits mit
Gladiatorus im
Dubai Duty Free (ebenfalls fünf Millionen Dollar) über die verlängerte Meile erfolgreich. Ajtebi, der früher Kamele ritt, hatte mit dem 130:10-Außenseiter einen wahren Husarenritt von der Spitze vorgelegt und düpierte damit die ganze Weltelite der Jockeys.
Und Rookie-Trainer Bin Shaya erlebte in seiner noch jungen Trainerkarriere einen Moment, den er nur schwer toppen kann.
Die Rennen am World Cup Tag in Dubai sind ganz großes Kino und Emotionen pur. Großartig die Bilder nach dem Rennen, wenn die Kameras die Sieger begleiten. Ajtebi riss immer wieder die Arme hoch und konnte seinen Erfolg kaum glauben; bei Aaron Gryder – erfolgreich im World Cup – hatte ich das Gefühl, dass er der ganzen Welt sagen wollte: „Seht her, ich habe es geschafft“.
Das Programm ist aber auch vom Allerfeinsten: Vier Rennen der höchsten Kategorie (Gruppe 1) und zwei der zweithöchsten Kategorie (Gruppe 2), allesamt gigantisch dotiert, ziehen Spitzenpferde aus der ganzen Welt an. Hinter den Rennen steht die herrschende Maktoum-Familie aus Dubai, die in ihrem Wohnzimmer quasi die Weltelite der Vollblüter zu Gast hat.
Die ersten beiden Rennen entschieden dann auch die berühmten blauen Farben von Goldolphin für sich.
Ohne Möglichkeiten als Fünfter blieb hingegen Godolphin-Vertreter
My Indy im mit sechs Millionen Dollar dotierten
World Cup.
Well Armed, trainiert in den USA von Eoin Harty und geritten von Aaron Gryder, deklassierte die hochkarätige Konkurrenz und war am Schluss mit sage und schreibe 14 Längen vorne. Und auch im World Cup gewann der Sieger Start-Ziel.
Trainer Eoin Harty stammt aus einer alten irischen Galoppsport-Dynastie. Schon sein Urgroßvater trainierte Rennpferde in Irland und England, sein Vater Eddie war 1969 im berühmt-berüchtigten Grand National in Aintree erfolgreich.
Ohne Chance bleib leider
Quijano, Deutschlands Vorzeigegalopper, im Sheema Classic. Der Wallach, trainiert von Peter Schiergen und mit Andrasch Starke im Sattel, belegte Platz sechs und kassierte immerhin noch 100 000 Dollar.
Quijano hatte aber auch ein richtig schlechtes Rennen, lag mitten im Pulk und musste einige Stopps hinnehmen. Zudem, so Jockey Starke gegenüber GaloppOnline, sei das Rennen zu langsam gewesen.
Keine Möglichkeiten hatte
Lady Marian im Duty Free. Die Stute wechselte Ende letzten Jahres von Werner Baltromei in den Godolphin-Stall. Doch ganz ohne Erfolgerlebnis blieb Turf-Deutschland nicht: Die Mutter von
Eastern Anthem heißt
Kazzia und stammt aus deutscher Zucht.
Wenn es gut läuft, dann geht alles. Wenn man jedoch verliert, dann kommt es in den letzten Rennen meistens knüppeldick: Das gewettete Pferd liegt sicher in Führung, fällt an der letzten Hürde oder verliert nach Zielfoto. Dieses Wechselspiel zwischen viel Glück und unverschämten Pech kennt jeder Pferdewetter. Bei mir trat heute Variante 1 ein.
Sieben Rennen über Hindernisse standen auf der englischen Nobelbahn in Ascot auf dem Programm. Kein absoluter sportlicher Höhepunkt, dennoch genau das Richtige für einen Freitag. Und da die Veranstaltung in Fontwell nicht zu sehen war und mich die Sandbahn-Flachrennen in Southwell weniger interessierten, blieb zwischendurch genügend Zeit, die Dinge zu erledigen, die die ganze Woche liegen blieben. Weil mein Betfair-Konto noch gut gefüllt war, wettete ich dort Rory Boy (Rennen 3) und South Bank (Rennen 4) auf Sieg.
Die Rennen verfolge ich immer per Livestream bei Racebets. Der Kontostand dort mahnte aber zur Vorsicht, zumal in der nächsten Woche das Aintree-Festival läuft und ich vorher nichts mehr einzahlen will.
Im zweiten Rennen wurde ich jedoch schwach: Muhtenbar lief in einem Jagdrennen für Novices, also für junge Pferde. Die Pferde von Trainerin Henrietta Knight spiele ich gerne über die schweren Sprünge. Zwar brauchen ihre Schützlinge immer etwas Anlaufzeit. Doch gerade zu dieser Zeit sind sie oft in guter Form, immer sehr gut vorbereitet und häufig sehr gute und sichere Springer. Der brave Muhtenbar war da keine Ausnahme, schwebte quasi über die Jagdsprünge und gewann völlig souverän.
Die beiden vorher gewetteten Pferde blieben hingegen erfolglos: Rory Boy schlug sich tapfer, war kanpp geschlagener Zweiter hinter Higgy’s Boy und wiederholte damit seine Placierung aus Newbury, wo ich ihn ebenfalls auf Sieg gespielt hatte. South Bank – wieder aus dem Knight-Stall – blieb hingegen chancenlos im vierten Rennen. In Fontwell gewann mein Mummpferd Hills of Aran das beste Rennen des Tages – nur nicht gewettet, weil es keine Bilder gab.
Was dann aber folgte, wird als „Hattrick von Ascot“ in Erinnerung blieben. In der Veterans Chase siegte Briery Fox nach Kampf. Der Wallach aus dem Stall von Henry Daly ist zwar sehr beständig, aber nicht unbedingt ein Siegertyp. Der letzte Erfolg lag schon zwei Jahre zurück.
Höhepunkt des Tages war der Lauf von Sashenka. Das Rennen für die Nachwuchsjockeys lieferte einen dieser Zieleinläufe, die das Herz richtig laut schlagen lassen - besonders wenn das gewettete Pferd dabei ist. Die Stute läuft ihre Rennen gerne von vorne und war mit dieser Taktik schon einige Male erfolgreich. Doch diesmal dachte ich, dass Jockey Michael Murphy das Tempo zu sehr forciert hatte und spätestens auf der langen Zielgerade in Ascot die Speedpferde kommen und sie überlaufen. Das war auch vor dem letzten Hindernis der Fall, doch wer nun annahm, dass Sashenka geschlagen war, lag falsch. Die kleine Stute kämpfte zurück und zog auf den letzten Metern zum lohnenden Kurs von 80:10 vorbei.
Und wenn es eben läuft, dann läuft es einfach: Mitfavorit Whizzar hatte im Endkampf der Hunter Chase auch noch die Nase vorne.
Fazit: Racebets-Konto gefüllt, Aintree kann kommen.