Donnerstag, 9. September 2010
Next Vision gegen die Spezialisten
Schauen wir mal, ob sich die fast schon euphorische Stimmung im deutschen Galopprennsport nach der erfolgreichen Großen Woche in Baden-Baden auch auf den Alltag überträgt. Zum Beispiel auf die altehrwürdige Rennbahn in Dortmund, wo am Sonntag (12. September) mit dem Großen DSW 21-Preis – 126. Deutsches St. Leger (2 800 Meter, Gr. III, 55 000 Euro) der letzte Klassiker des Jahres auf dem Programm steht. Aber ist das überhaupt noch ein Klassiker, wo das Rennen doch schon seit einiger Zeit auch älteren Pferden und nicht nur Dreijährigen offen steht? Jedenfalls ist das Termin früher als sonst, weil der erste Oktobersonntag diesmal auf den Feiertag 3. Oktober fällt, dort traditionell Hoppegarten und Mülheim veranstalten. Dem Dortmunder Rennverein wird die Verlegung aber gut gefallen, weil am 3. Oktober am späten Nachmittag in der Fußball-Bundesliga Borussia Dortmund auf den FC Bayern München trifft und das einiges an Besucher gekostet hätte.
Das St. Leger hat deutlich in den letzten 20 Jahren an Prestige verloren, weil Pferde, die über die weite Distanz von 2800 Meter kommen, in der Zucht weniger gefragt sind. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern auch in den europäischen Turf-Großmächten Frankreich, Irland und England. Nur die Engländer (wo das Rennen am Samstag in Doncaster stattfindet) haben das Rennen noch nicht für ältere Vollblüter geöffnet.
Dennoch ist es ein wichtiges Rennen im Turfkalender. nurpferdefussball analysiert die Chancen der 12 Starter im deutschen St. Leger.



Stutensiege sind nicht selten im St. Leger: 2003 triumphierte beispielsweise Royal Fantasy

1 Brusco (Trainer Andreas Wöhler/Besitzer R&B Int.): Vierjähriger Hengst, der sich im Laufe des Jahres in der Spitzengruppe der deutschen Steher etabliert hat. Fünf Starts 2010, drei Siege, zwei zweite Plätze, zuletzt in Köln auf schwerem Boden mit viel Kampfgeist Sieger gegen Val Mondo, den er heute wieder trifft. Davor unterlag er in Hamburg nur dem guten Tres Rock Danon. Bodenunabhängig, besitzt allererste Chancen.

2 Caudillo (Dr. Andreas Bolte/Brunhilde + Horst-Dieter Kuhlmann): Siebenjähriger Hengst, zählt seit Jahren zur deutschen Spitzer-Steherguppe. 2009 Vierter im St. Leger, Formen 2010 waren ganz ordentlich, vom Sieger war er aber immer ein Stück entfernt.

3 Egon (Waldemar Hickst/Stall Domstadt): „Kultpferd“ aus dem rührigen Stall Domstadt, der auch schon über 2950 Meter gewonnen hat. In der besten Steherklasse bekam der vierjährige Hengst aber schon deutlich seine Grenzen aufgezeigt.

4 Next Vision (Jens Hirschberger/Georg Baron von Ullmann): Vierjähriger Hengst, nachgenant nach seinem imponierenden Sieg mit 60 kg im Ausgleich 2 in Baden-Baden. Das zeugt von einigem Vertrauen, aber der Badener Erfolg war leicht und eindrucksvoll. Der große Unbekannte, Distanz ist ein Fragezeichen, die Mutter Night Petticoat war jedoch Zweite im St. Leger und hatte neben Stehvermögen auch herausragende Klasse.

5 Tarkheena Prince (Christian Freiherr von der Recke/BMK Racing): 5jähriger Wallach, im letzten Jahr Dritter im St. Leger. Die Formen des Wallachs in diesem Jahr sind nicht berauschend, kann jedoch den weichen Boden.

6 Sworn Pro (Mario Hofer/Gestüt Wittekindshof): Vierjährige Stute, erst zwei Starts in diesem Jahr, nach diesen Leistungen spricht wenig für sie. Aber für sie gilt auch wie für Saldennähe der Dortmunder „Wittekindshof-Faktor“. Also einen Blick auf den Toto werfen.

7 Burma Gold (Peter Schiergen/Gestüt Ammerland): Dreijähriger Hengst, zuletzt chancenlos gegen die älteren Pferde in einem Gruppe 1-Rennen in Hamburg. Die Formen vorher reichen auch nicht aus, aber ich habe den Eindruck, dass der Java-Gold-Sohn vielleicht noch etwas im Tank hat bei erst vier Starts im Leben.

8 Codor (Peter Schiergen/Klaus Allofs und Stiftung Gestüt Fährhof): Dreijähriger Hengst, zuletzt Vierter auf schwerem Boden in einem Listenrennen über 2400 Meter in Frankreich. Für mich nicht unbedingt ein Pferd, dem die 2800 Meter entgegenkommen. Ist aber die Wahl von Stalljockey Andrasch Starke aus dem Schiergen-Aufgebot.

9 Lamool (Mario Hofer/Eckhardt Sauren): Dreijähriger Hengst, beste Form als 5. im Derby, enttäuschend hingegen zuletzt als 5. in einer viel leichteren Aufgabe. Als Sohn des großen Stehers Mamool müsste ihm eigentlich die lange Strecke entgegenkommen, dennoch eine eher spekulative Wahl.

10 Val Mondo (Uwe Ostmann/Stall Dipoli): Dreijähriger Hengst, der im Ostmann-Quartier schon immer als großer Steher galt. Das untermauerte er mit einer tadellosen Vorstellung in Köln, als er nur Brusco unterlag. Im Derby chancenlos, davor aber mit guten Leistungen gegen Pferde aus der Jahrgangsspitze. Mag als Lando-Sohn erstaunlicherweise weichen oder schweren Boden, den er wahrscheinlich am Sonntag haben wird. Und normalerweise ist der September ein Monat, in dem die Ostmann-Pferde traditionell richtig erfolgreich sind.

11 Amare (Torsten Mundry/Gestüt Ittlingen): Dreijährige Stute, die zuletzt wie ein Pferd lief, das quasi nach einer längeren Strecke „schreit“. Hatte in der Diana einen katastrophalen Rennverlauf, muss sich steigern, könnte aber durchaus überraschen. Noch nicht auf schwerem Grund gelaufen, einmal Dritte zum Debüt auf weichem Boden.

12 Saldennähe (Peter Schiergen/Gestüt Wittekindshof): Dreijährige Stute im Besitz von Hans-Hugo Miebach, langjähriger Präsident des Dortmunder Rennvereins. Und der schickt in der Regel keine chancenlosen Pferde auf seine Heimatbahn. Formen reichen nicht aus, war schon hinter Amare, chancenlos in der Diana und den Oaks Italia.

Urteil:
Eine durchaus offene Sache. Ich entscheide mich für Next Vision gegen die Favoriten Brusco und Val Mondo, eine chancenreiche Außenseiterin ist Amare. Und natürlich sind in Dortmunder die Wittekindshofer Pferde immer zu beachten, auf den Toto bei Saldennähe und Sworn Pro achten.



Freitag, 3. September 2010
Ballack, Lahm oder Captain Blaubär
Zum Glück ist sie jetzt beantwortet, die K-Frage der Deutschen Nationalmannschaft. Trainer Joachim Löw hat entschieden: Michael Ballack bleibt Kapitän, soll aber erstmal wieder richtig fit werden. So lange wird Philipp Lahm – wie schon bei der WM in Südafrika – die Binde tragen.
Dabei war die Diskussion völlig überflüssig. Denn es ist total egal, wer Kapitän ist – ob Ballack, Lahm, Kalle Grabowski oder Captain Blaubär. Denn was macht der Spielführer eigentlich? Er führt die Mannschaft auf den Platz, begrüßt Gegner sowie Schiedsrichter und führt die Platzwahl durch. Echte Führungsspieler in einem Team müssen nicht unbedingt die Binde tragen.
Nun zeigt die Reaktion auf Lahms Vorstoß während der WM („Ich möchte die Binde behalten“) deutlich, wie banal der Sportjournalismus und speziell die Berichterstattung über die deutsche Nationalmannschaft eigentlich ist. Nicht umsonst hat Lahm die Bild als Organ seines Geständnisses gewählt. Das Boulevardblatt hatte seine Exklusivgeschichte – und alle anderen Medien stürzten sich auf die Story.

Belgien wartet
Wobei das Fehlen des Altkapitäns Michael Ballack in Südafrika schon eine zweischneidige Sache war. Zum einen spielten ohne den Leitwolf einige Spieler regelrecht befreit auf, zum anderen fehlte in manchen Spielsituationen eine „Drecksau“ wie Ballack, der neben alle technischen und strategischen Fähigkeiten manchmal ziemlich rustikal zur Sache geht. Gegen Spanien im Halbfinale hätte Deutschland aber auch mit dem Neu-Leverkusener nicht gewonnen.
Heute geht es für die deutsche Nationalmannschaft in die EM-Qualifikation und da gilt es, den spielerischen Schwung der WM mitzunehmen. Auftaktgegner ist Belgien, einst ein Stammgast bei allen großen Veranstaltungen, inzwischen aber sportlich ziemlich abgestürzt. In der WM-Qualifikation gab es bittere Niederlagen gegen Fußballgrößen wie Estland und Armenien, erreichte das Team aus dem Land der besten Pommes gerade einmal 10 Punkte. Ein Neuaufbau ist fällig: Gegen Deutschland sind in der vermeintlichen Startaufstellung des nur van Buyten vom FC Bayern und der Neu-Nürnberger Simons über 25 Jahre. Einzige Spitze ist der erst 17jährige Lukaku vom RSC Anderlecht. In der englischen Premiere League spielt Marouane Fellaini, laut kicker „der reifste und kompletteste belgische Fußballer seit Enzo Scifo“ und bei den Anhängern des FC Everton schon aufgrund seiner Lockenmähne eine Kultfigur. Jedenfalls verkaufen sich die passenden Perücken blendend rund um den Goodison Park.



The kids will luv' it: Belgiens Marouani Fellaini macht den Zidane



Mittwoch, 1. September 2010
Nur der schnelle Rogalt überraschte - Baden-Baden live
15:40: Manchmal gibt es andere Dinge, die noch Vorrang haben, daher der verspätete Einstieg in den Liveblog. Zwei Rennen sind schon gelaufen in Baden Baden und gerade hat Adenike zu einer lukrativen Quote von 72 den UVEX-Preis, einen Ausgleich 4, gewonnen. Im Sattel saß Patrick Gibson, Sohn des viel zu früh verstorbenen Dortmunder Trainers Tim Gibson.
Das Zweijährigen-Rennen ging erneut an den Stall von Peter Schiergen. Aigrette Gazette setzte den positiven Trend des Stalles fort, auch wenn gestern im Kronismus-Rennen der Favorit Darnell patzte. Der Sieg der Stute des Gestütes Ammerland sah ganz gut aus, die Gegnerinnen waren chancenlos. "Zum dritten Mal im ersten Rennen Andrasch Starke", sagt Rennkomentator Manfred Chapman.

16:10: Etwas kämpfen musste er schon, der 16:10-Favorit Next Vision, aber letztendlich gewann der Hengst souverän gegen Salontänzerin. Der Sieger kommt aus ganz anderen Rennen, im letzten Jahr lief er noch - in Frankreich trainiert - in einem Gruppe I-Rennen gegen die großartige Goldikova, war aber chancenlos.
Gar nicht geht im übrigen das neue Design des Livestreams. Wer sich den ausgedacht hat, gehört bestraft. Gelbe Schrift auf weißem Untergrund - wer soll denn das lesen können. Und warum sind die Quoten so überirdisch groß und bleibt aus dem Führring nur ein Minibild? Wenn ich den deutschen Stream mit den englischen vergleichen, dann habe ich immer den Eindruck, dass man den deutschen Bildern einen Grauschleier verpasst hat. Unscharfe Bilder, verwaschene Farben - grauenhaft.

16:25: Mein in mühsamer Arbeit ausgeguckter Favorit Shirsam läuft nicht. So entscheide ich mich im Ausgleich III über lange 2800 Meter für Spirit of Stars zum racebets-Festkurs von 75, auf der Bahn steht er bei 46. Daniel Delius und Andy Suborics nennen im Expertentalk die Favoriten aus dem Wöhler-Stall Altano (steht lächerliche 23) und Ticana. Ich nenne eher noch die beiden Rotering Pferde Saba Dancer und Miami Tallyce, beide Bahn- und Distanzsieger.

16:45: Sch...deutsche Rennen: Der Favorit Altano, runter gewettet auf 18:10, siegt hochüberlegen wie ein Pferd anderer Klasse. Weit dahinter die Rotering-Pferde und mein Tipp Spirit of Stars. Diese permanenten Favoritensiege gehen mir ziemlich auf den Geist.

17:00: Die Wettchance des Tages folgt, es winken 30 000 Euro in der Viererwette. Für diese Rennen bietet das Fachblatt Sport-Welt inzwischen eine Sonderseite mit Expertentipps und Statements der Trainer an und für diesen Extraservice muss man das oftmals geprügelte Fachblatt auch mal loben. Experte Olaf Schick wirkt auf dem Foto allerdings reichlich zerknittert. Die Rennen scheint eher mittelschwer zu sein, mit Chinook, Bonasera, Mirakhour, Crespo, Boulders und Milano gibt es einige Formpferde. Dazu kommen die noch nicht voll erfassten Tara Sb und Novarov. Wie gesagt: eher mittelschwer....Ich schaue jetzt mal, wie Boulders aus dem Stall des Baden-Baden-Spezialisten John Smith steht, 50:10 ist mir aber zu wenig. Vielleicht kommt Smith ja auch mit seinem anderen Starter Sissley, der steht über 800. Um die Viererwette zu attackieren, fehlt mir einfach die finanzielle Munition...

17:25: Novarov (75:10) gewinnt die Wettchance des Tages, behält knapp die Oberhand gegen Mirakhour (79:10). 4 mal lief der Vierjährige hinterher, beim fünften Start zeigte er einen Ansatz und jetzt gab es den ersten Sieg im Ausgleich IV mit 54 kg. Die Viererwette zahlt 17 790:10, Boulders (43:10) und Wellmondo (124:10) landen auf den Plätzen 3 und 4. Und der siegreiche Jockey Stephen Hellyn beweist eindrucksvoll im Interview nach dem Rennen mit dem ehemaligen Kollegen Suborics, dass Rennreiten eine anstrengende Angelegenheit ist.

17:45: Früher konnte man immer sicher sein, dass die Pferde aus dem Krefelder Quartier von Erika Mäder in Baden-Baden zu Hochform auflaufen, auch wenn sie vorher nicht unbedingt Topform hatten. Das ist allerdings schon länger her und früher hätte ich auch blind ihre Vertreterin Trust Me gespielt. In diesem Rennen sind aber andere Kaliber am Start: Glady Romana kommt aus den Toprennen des Jahrgangs und geht jetzt einige Klassen tiefer. Dazu wird noch Keydream gewettet - schaut nach einem Zwei-Pferde-Rennen aus. Dann schauen wir mal...

18:00: Nächster Favoritenerfolg: Glady Romana (23:10) gewann wirklich wie ein Pferd, dass schon ganz andere Gegnerinnen viel besserer Klasse gesehen hat. Dahinter wurde Damanda noch richtig schnell, konnte die Siegerin aber nicht gefährden. Yann Lerner ritt die Favoritin aber auch sehr souverän, wusste immer, auf was für einem Kaliber er saß. Dritter wurde Keydream, Trust Me blieb erwartungsgemäß chancenlos.

18:10: Schalke-Fan Uli Potofski interviewt Klaus Allofs, Manager von Werder Bremen, und großer Freund des Galopprennsports. Seit 30 Jahren, so Potofski, treffe man sich auf Galopp- und Trabrennbahnen. Allofs tippt Mulan als Sieger im Belmondo-Preis, dem ehemaligen Fürstenmberg-Rennen (Gruppe III über 2000 Meter), erzählt vom Galoppsportfreak Claudio Pizarro und kündigt einen Werder Bremen-Renntag in Bremen an. Ich schließe mich dem Werder-Manager ab, tippe auch Mulan, weil er mir in Hamburg bei seinem Sieg ungemein imponierte. Die Gegner kommen aus dem Schiergen-Stall: Elle Shadow, Altair Star, Neatico. Nicht zu vergessen der beständige Empire Storm aus dem Wöhler-Stall.

18:30: Der nächste Favoritensieg: Elle Shadow aus dem Schiergen-Quartier triumphiert vor Empire Storm und Neatico. Die Skeptiker hatten bei Mulan recht: Die Distanz war zu kurz, das Pferd war reell geschlagen und kam erst auf den letzten Metern näher. 2200 oder 2400 Meter sind eindeutig besser. Das Kompliment geht an die siegreiche Stute Elle Shadow, die in den Top-Stutenrennen als Zweite immer etwas Pech hatte. Ein weiterer schöner Erfolg für das Gestüt Wittekindshof des langjährigen Präsidenten des Dortmunder Rennvereins, Hans-Hugo Miebach. Und wo lässt er die Stute trainieren? Natürlich in Köln...

18:50: Einen haben wir noch, einen ziemlich undurchsichtigen Ausgleich IV über die Sprinterdistanz von 1000 Metern. Ich versuche es einfach mal mit Saldenlöwe, auch wenn die Form nicht gut ist und die Distanz vielleicht etwas kurz. Aber richtige 1000 Meter-Spezialisten sehe ich in dem Rennen auch nicht. Und wenn einer ein Pferd für Baden-Baden in Form bringen kann, dann ist das Trainer Stoltefuß aus Dortmund. Gewettet wird der Wallach allerdings kaum...

19:05: "Der schnelle Rogalt kommt nach Hause" kommentierte Rennbahnkommentator Chapman und er hatte Recht. Der Sohn von Rock of Gibraltar gewann einst über 1000 Meter in Herschberg und war am Sonntag über 1200 Meter gar nicht weit geschlagen. Der Sieg blieb im Südwesten bei Trainer Hans-Peter Rosport, das Pferd gehört Sohn Denny. Auf den Sieger hätte man eigentlich kommen können. Zweiter wurde der Baden-Baden Spezialist Mack Summerland, mein Tipp Saldenlöwe lief gar nicht so übel, am Ende fehlte aber die Spritzigkeit über die kurze Distanz.
Fazit: Baden-Baden bleibt für mich wettmäßig ein schwieriges Pflaster, außer Spesen nichts gewesen.



Auf den Spuren von Overdose - heute Liveblog aus Baden
Friede, Freude, Eierkuchen - so war die Stimmung bislang bei der Großen Rennwoche in Baden-Baden/Iffezheim, wenn man Veranstalter und Fachpresse so glauben darf. Alle sind erleichtert, dass in Baden die Pferde überhaupt wieder laufen, was zeitweise ja gar nicht so sicher war. Ausnahmesprinter Overdose, nicht nur Ungarns Turfliebling, war auch da, sorgte für ein ungewohntes hohes Kameraufkommen im Führring und kassierte in der Goldenen Peitsche nach 15 Starts die erste Niederlage.
Bundesweite Schlagzeilen machten die zwei Glücklichen, die die Viererwette am Sonntag trafen - ob sie nun aus München (Sport-Welt/Galopponline) oder NRW (dpa) stammen.
Guter Auftakt also für den neuen Betreiber, der wie jeder Neuling eine Schonfrist verdient. Die Frage dürfte aber sehr spannend sein, wie ein erfolgreicher Fußballvermarkter wie Infront die Materie Galopprennsport umsetzt.
Für mich war Baden-Baden wettmäßig noch nicht so erfolgreich, ich habe allerdings auch nur Samstag und Dienstag einige Wetten placiert. Heute habe ich Zeit und daher gibt es einen Liveblog von den heutigen Rennen - nicht live aus Iffezheim, sondern aus meinem Wohnzimmer vom Internetstream.