Der Primus heißt Tres Blue
Immer wieder ein beliebtes Spiel am Ende einer Saison: Wie gut sind die Dreijährigen, der klassische Jahrgang im Turf?
nurpferdeundfussball hat sich mal den deutschen Vollblutjahrgang 2010 angeschaut und die weitere Karriere der
Derbystarter nach dem wichtigsten Rennen analysiert.
Lucky Speed (Sieger): Nach seinem Triumph nicht mehr am Start, eine „Infektion“ verhinderte den Einsatz in München, Baden oder Köln. Soll im nächsten Jahr aber wieder laufen.
Tres Blue (2.) : Der Gast aus Frankreich und das Pferd, das die Derby-Form am ehesten bestätigte. Gewann danach Gruppe III- und Gruppe II-Prüfung in Frankreich, wurde nach Australien verkauft und lief als interessantes Niedriggewicht im Melbourne Cup. Dort war der Hengst jedoch chancenlos – obwohl er mein Mumm in diesem Jahr war. Macht nichts, dann eben in den nächsten Jahren.
Karriere: Verkaufsvideo für Tres Blue
Nordvulkan (3.): Stürmte als Riesenaußenseiter im Derby noch auf Platz 3 und ich dachte, das ist ein klassisches St. Leger-Pferd. Von wegen – sowohl in Hoppegarten als auch Istanbul danach völlig chancenlos. Wobei das Hoppegarten-Rennen dank des großartigen Ritts von Dennis Schiergen auf
Nymphea immer noch sehr sehenswert ist.
Quinzieme Monarque (4.): Der nächste Riesenaußenseiter, der in Hamburg ein großes Rennen lief. Aber der Hengst aus US-Zucht bestätigte diese Form nicht, auch wenn die Gruppe 1-Aufgaben in Baden-Baden und Longchamp eine Nummer zu ambitioniert waren.
Global Bang (5.) Zum Schluss wurden dem Hofer-Schützling die 2400 Meter im Derby doch etwas lang, dennoch bot Global Bang eine starke Leistung. Danach war er noch einmal zu sehen und enttäuschte im Münchener Dallmayr-Preis als chancenloser Fünfter. Er soll nicht gesund gewesen sein, hieß es nach dem Rennen.
Saratino (6.): Bestätigte seine Derby-Form immerhin durch Siege und zweite Plätze in schwächeren Rennen (unter anderem 2. im Dortmunder St. Leger). Nur die letzte Aufgabe über 3000 Meter in Longchamp war eine Nummer zu groß.
Limario (7.): Der Winterfavorit 2012, schlug nach dem Derby mehrere Kontrahenten erneut in Hannover. Schwache letzte Form in Hoppegarten, seine neue Heimat heißt Frankreich.
Ivanhowe (8.): Was war das für eine beeindruckende Vorstellung in der Union. Der Schlenderhaner gewann bei seinem zweiten Start die wichtigste deutsche Derby-Vorprüfung wie ein Pferd anderer Klasse. Kein Wunder, dass er als Favorit in Hamburg an den Start kam. Doch dort lief er reichlich blass, hinterher nannten die Verantwortlichen gesundheitliche Gründe für sein schwaches Abschneiden. Rätselhaft, wie so vieles bei Schlenderhan in diesem Jahr. Danach kein weiterer Start in diesem Jahr. Bislang bleibt Ivanhowe wohl im Rennstall.
Samos (9.): Gewann nach seinem Derby-Mittelfeldplatz immerhin zwei passabel dotierte Rennen in Frankreich.
Erlkönig (10.): Der Schützling von Markus Klug lieferte ein ordentliches zweites Halbjahr ab, auch wenn der einzige Erfolg in einem Sieglosen-Rennen zustande kam.
See The Rock (11.): Gewann nach dem Derby im “Stile eines sehr guten Pferdes” (
Turf-Times) das BBAG-Auktionsrennen in Baden und im Stalle Wöhler dachte man danach, dass man vielleicht doch noch ein richtiges As im Derby-Jahrgang habe. Auch ich war durchaus beeindruckt, spielte See The Rock im Preis von Europa und das Ergebnis war – ernüchternd. Ebenso die Leistung in Baden-Baden danach. So ganz abgeschrieben habe ich den Hengst aber nicht, ein interessanter Kandidat für die dünner werdende Grand Prix-Klasse in Deutschland.
Schulz (12.): Nach seinem Derby-Auftritt nicht mehr gelaufen.
Empoli (13.): Nach dem Klassiker überzeugte Empoli dreimal durchaus in guten Rennen, ohne zu gewinnen. Wesentlich „beteiligt“ an den Disqualifikationen im Preis von Europa, wo er eigentlich Zweiter war und durch seinen Schlenker gegen den
Earl of tinsdal auf Platz 4 zurückgesetzt wurde. Für 580.000 Euro verkauft.
Nicolosio (14.): „Tolles Pferd, beeindruckender Sieg, ein Kandidat für bessere Aufgaben“, dachten viele nach dem Sieg von Nicolosio im Derby-Trial von Hannover. Leider wurde die Form nie so richtig bestätigt, im Derby blieb der Hengst ohne Möglichkeiten und auch danach entpuppte er sich eher als Pferd mit Listenformat. Nicht mehr und nicht weniger…
Vif Monsieur (15): Fand nach dem Derby zu richtig guter Form, steigerte sich noch einmal schön. Gut, der zweite Platz im Preis von Europa (siehe Empoli-Text) liest sich etwas anders, aber der Sieg in Iffezheim auf schweren Boden beeindruckte schon. Sein neuer Trainer Sascha Smrczek
bedankte sich danach auch bei seinem Kollegen Jens Hirschberger:
Bermuda Reef (16.): Immer noch sieglos nach zwei weiteren Starts, die Form aus Hannover war immerhin passabel.
Noble Galileo (17.) : Ohne Erfolg nach dem Derby.
Flamingo Star (18.): Ein Start nach dem Rennen aller Rennen und dabei enttäuschender Letzter im Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf (Gr. III) über 1700 Meter.
Problaby (19.): Gewann danach immerhin als Favorit das norwegische Derby.
Urteil
Erstes (und nicht überraschendes) Fazit: Zwei Spitzenpferde wie im Jahr davor mit
Novellist und dem Derbysieger
Pastorius gab es 2013 definitiv nicht. Das mag auch daran liegen, dass einstige Hoffnungsträger wie Derby-Sieger
Lucky Speed oder der hochgehandelte Schlenderhaner
Ivanhowe nach dem Derby nicht mehr gelaufen sind. Der Jahrgang 2010 ist daher eher Durchschnitt; von den deutschen Startern entwickelten sich
Empoli,
Vif Monsieur und
Saratino noch am besten. Gruppe 1-Format hat jedoch niemand von ihnen. Der französische Gast
Tres Blue machte nach Hamburg die größte Karriere und bestätigte Platz 2 mehrfach eindrucksvoll. Außerhalb des Derbys ist die schnelle Stute
Best Regards zu nennen, die in den besten deutschen Sprinter-Prüfungen munter mitmischte.
Die Wiederbelebung des FC Arsenal
Der FC Arsenal aus London, am Mittwoch Gegner von Borussia Dortmund in der Champions League, steht nicht nur alphabetisch an der Spitze der englischen Profiklubs. Es ist auch der erste Verein aus dem Mutterland des Fußballs, an den ich mich erinnere. Anfang der siebziger Jahre muss es gewesen sein, die ARD-Sportschau zeigte Ausschnitte von Arsenal gegen Chelsea (glaube ich zumindest) und ich wunderte mich als Kind, dass die Torhüter kurze weißen Hosen trugen und nicht wie in Deutschland in schwarzen Hosen spielten.
1999 bin ich dann mal bei einem London-Besuch mit der U-Bahn zum Highbury Park, der damaligen Spielstätte des Vereins, gefahren. Hier in Deutschland kennen wir diese Stadien nicht: mitten in einem Wohnblock, nur dass in diesem Falle kein Spielplatz im Innenhof liegt, sondern ein komplettes Fußballstadien. Also quasi ein Spielplatz für die großen Jungs. Faszinierend, dachte ich.
Die Gegend um das Stadion sah nach unterer Mittelklasse aus. Die Preise für die Tickets waren jedoch Oberklasse und selbst im teueren England ganz vorne. Aber offensichtlich egal, das schmucke Stadion war so und so immer ausverkauft. Die Engländer haben eben eine ganz andere Einstellung zu Eintrittspreisen, auch auf Rennbahnen wird man mal schnell 40 Pfund Eintritt für einen ganz normalen Renntag los.
Hier geht es nicht in die Londoner Niederlassung von Eisen Karl. Hinter diesen Toren lag das Highbury Stadion des FC Arsenal.
Bildnachweis: Vicky Ayech/Wikipedia Commons
Aktuelle Lage
Was so ein wenig sportlicher Erfolg doch alles ausmacht. Im Sommer war die Stimmung bei Arsenal im Keller: Der letzte Titel schon ein paar Jährchen entfernt, die Zuschauer pfiffen regelmäßig nach den matten Vorstellungen, die Rivalen Manchester United, Manchester City und Chelsea meilenweit weg in der Premiere League und selbst der alte Nordlondoner Lokalrivale Tottenham war fast auf Augenhöhe. Da war es nicht verwunderlich, dass auch Kritik an Manager Arsene Wenger (seit 1996 bei den Gunners) auftauchte und der charismatische Franzose nicht mehr der große Mann war, der den Klub zu einer neuen Ära des Erfolges geführt hatte.
Und jetzt Anfang November 2013 sieht das Bild ganz anders aus. Arsenal führt nach zehn Spieltagen die Premier League an, hat erst einmal verloren und überzeugt durch höchst attraktiven Fußball. „Ein Schuss Genuss“, titelte der
Kicker in seiner Printausgabe am Montag nach dem 2:0 im Topspiel gegen Liverpool. „Da lief der Ball in den eigenen Reihen im höchsten Tempo, als ob die Kugel und die Akteure an der Playstation gesteuert würden“, heißt es im Text. „Genugtuung in der Besenkammer“, lautete die Überschrift in der
Süddeutschen Zeitung und es geht hier nicht um die amorösen Abenteuer eines ehemaligen Tennisspielers, sondern darum, dass die Pressekonferenzen des FC Arsenal in einem besenkammerähnlichen Raum stattfinden. „Am Samstag aber strahlte die Zufriedenheit geradezu aus dem Franzosen, und zum ersten Mal seit dem Umzug ins neue Stadion vor gut sieben Jahren lag ein Hauch von Meisterschaftsgefühl in der Besenkammer“,
schrieb Raphael Honigstein über Wenger und den Verein.
Es nicht nur der kluge Transfer des großartigen Mesut Özil, der die Gunners nach vorne brachte. Andere Leute haben sich ungemein gesteigert und selbst Tomas Rosicky glänzt fast wie in alten glorreichen Dortmunder Tagen. Und bekanntlich wird Deutsch bei Arsenal gesprochen: Özil, Mertesacker, Podolski oder die Nachwuchskräfte Gnabry und Eisfeld, der im übrigen aus der BVB-Jugend kommt.
Historie
Große Manager prägten schon immer die Arsenal-Geschichte. Herbert Chapman zum Beispiel –
Chapman kam 1925 aus Huddersfield, erfand unter anderem das
WM-System und war der Mann, der den Klub Anfang der 30er Jahre zum erfolgreichsten in England machte. Im Gegensatz zu den Managern der damaligen Zeit, die ihre Aufgabe eher im administrativen Bereich sahen, interessierte sich Chapman auch für Taktik, Transfers und Mannschaftsaufstellung. Auch andere Dinge verdankt ihm Arsenal: Zum Beispiel die weißen Ärmel, die den Kontrast zum roten Trikot bildeten und damit die Spieler leichter identifizierbar machten. Chapman verfolgte zudem intensiv den europäischen Fußball.
Erfolge feierte Arsenal zudem unter
George Graham. Der Schotte, der selber für Arsenal gespielt hatte, setzte auf Disziplin und baute Leute wie Tony Adams, David Seaman, Nigel Winterburn, Paul Merson oder später Ian Wright ins Team ein. Der Stil war nüchtern und erfolgsorientiert, das böse Wort von „Boring Arsenal“ machte die Runde, aber was kümmert es die stolze Eiche, wenn… George Graham holte Titel.
Und dann kam im November 1996 die French Revolution in Form von Arsene Wenger – und kein Stein blieb auf dem anderen. Die Zeiten waren vorbei, in denen nach dem Morgentraining Tony Adams und Co. den Rest des Tages im Pub bei Bier und Burgern verbrachten. Es dauerte etwas, bis die Geschichte lief. Doch 1998 holte Wenger das Double Meisterschaft und FA-Cup nach eher schwachem Saisonstart und spätestens danach liebten alle den freundlichen Mann aus dem Elsass.
Er hatte aber auch eine aufregende Mannschaft, die einen sehr attraktiven Fußball spielte: Dennis Bergkamp, Patrick Vieira, Marc Overmars oder natürlich Thierry Henry waren nur einige Namen. Die Duelle mit Manchester United zählten zu den Höhepunkten des europäischen Fußballs. Doch der letzte Meistertitel war 2004, der letzte FA-Cup-Erfolg 2005. Andere Clubs wie Chelsea oder Manchester City zogen an den Gunners vorbei. Dafür ist diese Saison wieder gut – bis auf das 1:2 gegen den BVB im Emirates Stadium, dem Nachfolger von Highbury Park.
Arsenal bei
wikipedia
In der Serie "Rivalen des BVB" wird immer der Verein portraitiert, der am nächsten Spieltag in Dortmund gastiert. Das Ganze geschieht gewohnt subjektiv und ist gnadenlos persönlich.
uknig22 am 05. November 13
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Ein Alptraum namens Fritz Walter
Am Freitag gastiert der VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund. Das hatten wir doch schon mal, auch am Freitag unter Flutlicht. Erinnerungen werden wach an einen Freitag im März 2012, an ein großartiges Fußballspiel zwischen beiden Klubs. „März-Wahnsinn im Signal Iduna-Park“, titelte diese Kolumne nach dem 4:4 zwischen BVB und VfB. „Das war ganz großer Fußball und wenn ich einem Unbeteiligten die Faszination der Sportart erklären müsste, dann würde ich ihm dieses Spiel zeigen“, hieß es auf diesen Seiten.
Der BVB führte 2:0, spielte großartig. Doch Stuttgart gab sich nie geschlagen, suchte immer wieder die Offensive und schoss von der 70. bis zur 80. Minute drei Tore. Das Publikum trieb Borussia nach vorne wie noch nie erlebt, bis zur Nachspielzeit hieß es 4:3, ehe der VfB noch egalisierte. Natürlich hatte Dortmund die besseren Chancen, doch die Stuttgarter verdienten sich das Remis durch ihr mutiges Auftreten.
Zweimal traf Julian Schieber für die Gäste. Heute spielt er beim BVB, so eine Sternstunde hatte er im gelb-schwarzen Dress aber noch nie.
Die Heimbilanz gegen die Schwaben ist aus Dortmunder Sicht in den letzten Jahren nicht besonders gut. Da denke ich gerne an zwei großartige Spiele aus den neunziger Jahren zurück, die 5:0 und 6:3 für die Borussia endeten. Thomas Schneider, der heute Trainer der Stuttgarter, wirkte in beiden Spielen als Spieler mit.
Die Hymne des VfB mag ja nicht unbedingt den aktuellen Musikgeschmack treffen, aber vorher gibt es erhellende Worte des Abwehrspielers Klaus-Dieter Sieloff. Optisch erfüllt dieses Video so und so die höchsten Ansprüche
Aktuelles
Der Start in die Saison ging für den VfB daneben: Drei Niederlagen in der Bundesliga folgte das Aus in der Euro League-Qualifikation gegen den slowenischen Außenseiter NK Rijeka. Und was macht ein Profi-Klub in so einer Situation nach den Regeln der Branche? Richtig, er entlässt den Trainer und genau dieses machten die Stuttgarter. Bruno Labbadia – eh’ umstritten – durfte nach den drei Niederlagen gehen, Thomas Schneider übernahm den Posten. Der Neue ist ein
Mann aus den eigenen Reihen, trainierte zuletzt die B-Junioren des VfB.
Unter Schneider siegten die Stuttgarter dreimal und spielten vier Mal unentschieden. Nur im Pokal in Freibug gab es eine Niederlage. Schneider vertraut dem Rumänen Alexandru Maxim, der im 4-4-2 des VfB hinter Stürmer Vedad Ibisevic agiert, und Maxim dankt das Vertrauen mit sehr guten Leistungen. Zudem verhalf er dem dänischen Nationalspieler William Kvist zum Comeback im defensiven Mittelfeld. Dazu zählt der erst 17jährige Stürmer Timo Werner jetzt fest zum Profikader.
Keine große Rolle spielen derzeit die Neuverpflichtungen Konstantin Rausch und Mohammed Abdellaoue (beide von Hannover 96) sowie auch der vom BVB gekommene Moritz Leitner.
Historisches
Eigentlich hätte der VfB mehr aus seinen Möglichkeiten machen müssen. Aber es fehlte lange Zeit immer ein sportlich starker und kompetenter Mann im Verein, der die oft ein wenig ahnungslose Führung auf die richtige Bahn führte.
Dabei sind die Voraussetzungen für sportlichen Erfolg in der Schwaben-Metropole hervorragend: Die „Roten“ kommen aus einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands mit vielen hocherfolgreichen Unternehmen. Zudem hat der Verein die vielleicht beste Nachwuchsarbeit in der Liga, immer wieder drängen hochtalentierte Spieler in den Profikader.
Dennoch spielt der Klub höchstens um die Europa League denn die Champions League. Auch nach Meisterschaften konnte sich Stuttgart nicht an der Spitze festsetzen. So war es zumindest nach den letzten drei Titeln 1984, 1992 und 2007.
Die Gründe für den Absturz im Jahr danach sind vielfältig. Aber es mag auch daran liegen, dass der VfB immer ein „Überraschungsmeister“ war, der von den Schwächen anderer profitierte. Auch die Verantwortlichen traf der Erfolg reichlich unvorbereitet.
Aus Dortmunder Sicht tut natürlich der Titelgewinn 1992 weh, als sich BVB, VfB und Eintracht Frankfurt ein Dreier-Rennen lieferten und die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden wurden. Das Tor von Guido Buchwald in Leverkusen traf die Schwarz-Gelben in der Seele, zumal Stuttgart auch den wenig attraktivsten Fußball aller Titel-Aspiranten spielte. Sie hatten aber mit Fritz Walter einen Stürmer, der immer gegen die Borussia traf und von dem ich zeitweise schlecht träumte.
Meine Lieblingsanekdote über den VfB stammt jedoch aus dem Jahr 2005: Damals entließ der Klub Trainer Matthias Sammer wegen seiner unattraktiven Spielweise. Nachvollziehbar, wer an die letzten Trainerjahre Sammers in Dortmund denkt. Als Nachfolger holten die Verantwortlichen aber ausgerechnet Giovanni Trapattoni. Natürlich ein hocherfolgreicher Trainer, aber auch einer der größten Philosophen des Defensivfußballs. Das zum Thema sportliche Kompetenz der VfB-Führung.
Das Letzte
Ein Teil der Stuttgarter Fans wird den Anpfiff im schönsten deutschen Stadion schon etwas angeheitert erleben. Voraussetzung: Sie reisen mit dem
Partyzug aus dem Schwabenland an.
Die
Bilanz Dortmund – VfB Stuttgart
Fokus-Fußball
In der Serie "Rivalen des BVB" wird immer der Verein portraitiert, der am nächsten Spieltag in Dortmund gastiert. Das Ganze geschieht gewohnt subjektiv und ist gnadenlos persönlich.